Absage NRW-Landesriegierung will nicht in den Thyssenkrupp-Steel-Aufsichtsrat

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Mit Blick auf die Zukunft von Thyssenkrupp Steel lehnt die nordrhein-westfälische Landesregierung es ab, einen Posten im Aufsichtsrat zu nehmen ...

Vor Kurzem forderte etwa die SPD, dass die Landesregierung von NRW in den Aufsichtsrat von Thyssenkrupp Steel gehen sollte, um die viel Diskussionsstoff aufwirbelnde Umstrukturierung des Stahlkonzerns zu begleiten. Grüne sehen das anders ...(Bild:  Thyssenkrupp)
Vor Kurzem forderte etwa die SPD, dass die Landesregierung von NRW in den Aufsichtsrat von Thyssenkrupp Steel gehen sollte, um die viel Diskussionsstoff aufwirbelnde Umstrukturierung des Stahlkonzerns zu begleiten. Grüne sehen das anders ...
(Bild: Thyssenkrupp)

Es würde helfen, wenn dort Stahlprofis sitzen, die in der Sache die Dinge richtig entscheiden und nicht Politikerinnen und Politiker, so die Meinung der Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) zur Absage der Landesregierung in Sachen Aufsichtsratsposten bei Thyssenkrupp Steel. Das äußerte die Politikerin im Rahmen einer Aktuellen Viertelstunde, welche die die Fraktionen von SPD und AfD beantragt hatten. Vor Kurzem wurde die Forderung laut, dass zur Rettung von Thyssenkrupp Steel doch die Landesregierung nicht schlecht wäre. Jede Vertreterin oder Vertreter aus der Politik wäre aber dann einzig den Unternehmensinteressen verpflichtet und dürfte Eigen- oder Fremdinteressen nicht in Entscheidungen miteinfließen lassen, so die Meinung von Neubaur. Würde ein Vertreter der Landesregierung im Aufsichtsrat sitzen und Informationen erhalten, dürfte er diese nicht weitergeben und einsetzen.

Vertrauensverlust zwischen AG-Vorstand und Aufsichtsräten

Vergangene Woche hatten vier Mitglieder des Aufsichtsrats ihren Rücktritt angekündigt und dies mit einem Vertrauensverlust zwischen AG-Vorstand und ihnen begründet. Hintergrund ist ein Streit um die Neuausrichtung der Sparte, die selbstständig werden soll. Für den Vorsitz des Aufsichtsgremiums hat die Konzernmutter Thyssenkrupp bereits eine Nachfolgerin benannt. Wer den zweiten Sitz auf Seiten der Anteilseigner einnehmen soll, wurde noch nicht bekannt. Neubaur lehnt damit entsprechende Forderungen (etwa der NRW-SPD und der IG Metall) ab. Begründet wurde das Veto mit den zugesagten Fördermitteln in Milliardenhöhe. Der Stahlhersteller soll insgesamt 700 Millionen Euro vom Land NRW und weitere 1,3 Milliarden vom Bund für den Bau einer neuen Anlage erhalten, mit der Stahl deutlich klimaschonender als bisher hergestellt werden kann, wie es dazu heißt. Die Landesregierung habe es schließlich versäumt, sich im Zuge der Förderzusage stärkeren Einfluss auf die Entscheidungen des Managements zum Beispiel in Form eines Aufsichtsratssitzes zu sichern. Das äußerte zumindest zuletzt die SPD.

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