Teilereinigung

Oberflächenspannung beeinflusst Klebequalität

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Die kompakte Vollvakuumanlage R1 ist mit elektropolierter Arbeitskammer, Destillation, Medientanks, Vakuumtrocknungseinrichtung, klimatisiertem Schaltschrank und Bodenwanne als verkleideter Rahmenbau konzipiert. Sie wird komplett montiert und anschlussfertig ausgeliefert. Entweder lassen sich die beiden Bäder der Anlage – wie bei Kleiner – zum Reinigen und Spülen nutzen oder ein Bad kann zum Reinigen und das andere zum Konservieren verwendet werden.

Feinheit der Filter nach Reinigungsaufgabe ausgewählt

Optimierte Querschnitte und Radien der Rohrleitungen und darauf abgestimmte Fördermengen der Pumpen sorgen dafür, dass das Medium schnell von den Teilen abfließen kann, der Schmutz mitgerissen und direkt dem Filtersystem zugeführt wird. Die Feinheit der Filter wurde bei Kleiner speziell nach den Anforderungen der Reinigungsaufgabe ausgewählt. Dabei hat jedes Bad seinen eigenen Filter.

Die leistungsstarke Destillation sorgt kontinuierlich für gleichbleibend saubere Bäder und kurze Taktzeiten. Weil bei der R1-Anlage alle Behälter permanent unter Vakuum stehen, wird in dem geschlossenen System sichergestellt, dass keine Emissionen entstehen und alle Reinigungs- und Destillationsprozesse bei niedrigeren Temperaturen durchgeführt werden. Das schont sowohl die Teile als auch das Lösemittel.

Trocknen der Filter senkt die Lösemittelemissionen deutlich

Darüber hinaus werden neben den Werkstücken auch die Filter getrocknet, was die Lösemittelemission deutlich reduziert. Durch die integrierte Restdestillation wird zusätzlich dafür gesorgt, dass kaum Lösemittel im Destillationsrückstand verbleibt, der automatisch mit Vakuumtechnik in ein Altölfass gesaugt wird. Das Altölfass wird mittels einer Niveausonde auf Überfüllung überwacht.

Die ausgefeilte Programmstruktur mit frei wählbaren Warenbewegungen in jedem Verfahrensschritt ermöglicht es dem Fertigungsverantwortlichen für Oberflächentechnik, eigene Reinigungsprogramme zu erstellen, die der jeweiligen Aufgabe optimal angepasst werden können. Als Warenträger für die zu reinigenden Teile wird bei Kleiner nur ein einziger Drahtkorbtyp in Edelstahl mit den Abmessungen 540 mm × 340 mm × 100 mm für den automatischen Einzug der R1-Reinigungsanlage eingesetzt.

Eine pfiffige Lösung aus eingebauten Kunststoffleisten sorgt dafür, dass sich fünf verschiedene Bleche darin stabil, berührungsfrei und unabhängig von ihrer Größe direkt an der Stanzmaschine einlegen lassen. Drei dieser Körbe aufeinander gestapelt ergeben eine Reinigungscharge, die der Arbeitskammer über die automatische Rollenbahn zugeführt wird.

Reinigungsprogramm wird automatisch abgearbeitet

Die Charge kann in der Arbeitskammer um 360° rotieren, geschwenkt und in Schräglage gehalten werden oder ohne Bewegung verharren, während die Teile im Vollbad getaucht, geflutet, mit einem Schwall Lösemittel überspült oder mit Lösemitteldampf entfettet werden. Weil bei Kleiner alle Blechteile des Leistungsmoduls den gleichen Reinigungsansprüchen unterworfen sind, kann der Werker nicht aus den 20 möglichen Programmen eines aufrufen, jedes Blechteil wird automatisch immer mit dem Programm Nummer 1 gereinigt, das während der Testphase im Pero-Technologiezentrum entwickelt wurde. Die Anlage arbeitet das Programm automatisch ab. Lediglich das Auflegen und Abnehmen der Körbe von der Rollenbahn erfolgt von Hand. Später sind beide Vorgänge räumlich voneinander getrennt. In der Endausbaustufe wird die R1 durch zwei Trennwände komplett vom Stanz- und Montegebereich abgekapselt. Zum Aufgeben der Körbe mit den mit Stanzöl und winzigen Metallspänen verschmutzten Teilen ragt die Rollenbahn aus dem gekapselten Bereich heraus.

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