Anbieter zum Thema
Auf der Entnahmeseite reicht die Rollenbahn mit den sauberen Blechteilen in den Warenträgern durch die zweite Trennwand bis in den Sauberraum hinein. Dort erfolgt die Montage, das heißt die Verklebung der fünf Blechteile. Dieser Ablauf wurde mit den Experten von Pero erarbeitet. Er hat sich in den Versuchen als der richtige und effektivste herausgestellt, mit dem der geforderte Reinheitsgrad garantiert erreicht wird. Weil die Anlage R1 völlig autark arbeitet, übernimmt die Montagemannschaft auch die Anlagenbedienung. Im Montagebereich ist auch die Verantwortung für die Qualität angesiedelt, dort finden die Prüfung des Reinigungsmediums und die zyklische Messung der Oberflächenspannung statt. „Die Qualität muss einfach stimmen“, bringt Walter die Anforderungen auf den Punkt, „die fertig montierten Leistungsmodule sind zu teuer, Ausschuss können und wollen wir uns nicht leisten.“ So wird viel Wert auf die Feinstreinigung gelegt, damit die Oberflächenspannung stimmt und kein Partikel größer als 125 µm auf den Teilen verbleibt. Die Integration eines Ultraschallmoduls unterstreicht diese Bemühungen. Denn nach den elektrospezifischen Prüfungen und Messungen ist es für Korrekturen zu spät.
Für die Haftung von Klebefolien reicht Partikelfreiheit nicht aus
Die Wirtschaftlichkeit der Pero R1 ist vor allem durch ihr Arbeitsergebnis gekennzeichnet, denn die Maschine trägt maßgeblich zum Erfolg des neuen Geschäftsfeldes bei. Darum kam das Thema Feinstreinigung sehr früh ins Bild: Im Oktober 2011 war der Messebesuch der Parts2clean, im Frühjahr 2012 – nach umfangreichen Tests – wurde die Anlage bestellt und am 24. Juli 2012 geliefert. Man hat noch genügend Zeit, der SOP (start of production) ist erst für das Jahr 2013 terminiert. „Für uns gilt: Wenn neben der Partikelfreiheit auch die Oberflächenspannung stimmt, kann man die Blechteile mit den Klebefolien optimal verbinden und die geforderten Messergebnisse erzielen“, wie Walter ausführt. Weil die Reinigungsanlage R1 so eng mit dem Fertigungsprozess des Leistungsmoduls verbunden ist, gibt es auch keine klassisch errechnete Amortisationszeit. Den ROI (return on investment) bestimmt letztendlich der Erfolg des Produktes – und der wird von allen Beteiligten bei Kleiner positiv eingeschätzt.
Verkürzung der Flut- und Entleerzeiten sorgt für hohen Anlagendurchsatz
Neben der hohen Reinigungsqualität war die Schnelligkeit der Reinigungsprozesse von entscheidender Bedeutung und hat auch die Investitionsentscheidung beeinflusst. So schafft die R1 die geplante Stückzahl von 400.000 Leistungsmodulen pro Jahr im Zweischichtbetrieb und bietet die dritte Schicht als Reserve. Zusätzlich konnte die Chargenzeit gegenüber der Planung um 25 % reduziert werden. „Die Schnelligkeit bei den Maschinen der R-Baureihe haben wir dadurch erreicht, dass wir sowohl die Flut- wie auch die Entleerzeiten drastisch verkürzen konnten“, gewährt Thomas Schwarz, Fachberater bei Pero, einen entwicklungstechnischen Einblick hinter die Blechverkleidung, ohne zu viel zu verraten, „und das ist eben nicht einfach mit einer anderen Pumpe oder einem größeren Rohrquerschnitt getan.“ Ferner sind durch das geschlossene System mit Vakuumtechnik, integrierter Restdestillation und Filtertrocknung nahezu keine Verluste des Reinigungsmediums zu registrieren, was nicht nur der Arbeitssicherheit und der Umwelt dient, sondern auch den Geldbeutel schont.
Kleiner entwickelt und produziert an den beiden Standorten Pforzheim und Eisingen für die Automobil-, Kunststoff-, Elektro-, Medizintechnik- und Elektronikindustrie. Das Produktportfolio reicht vom Mikrostanzteil über Schnappscheiben bis zu bestückten Stanzgittern, die in vielen Bereichen die klassische Leiterplatine ersetzen. Im Bereich erneuerbare Energien und Elektromobilität ist der Zulieferer stark engagiert und bietet Lösungen für Hochstromkontaktierung bei Photovoltaikanlagen, Hybrid- oder Elektrofahrzeugen.
Mit Blick auf die Zukunft und weiteres solides Wachstum investiert Kleiner in den Bereich der Baugruppenmontage, um auch künftig zielgerichtet und an den Wünschen der Kunden orientiert am Markt agieren zu können. In diesem Umfeld muss auch die Investition in die hochmoderne Reinigungsanlage R1 von Pero gesehen werden, mit der die immer häufiger geforderte Einhaltung verschärfter Restschmutzbedingungen erfüllt werden kann.
(ID:36691980)