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Vor allem der qualitative Nutzen steht im Vordergrund
Und was bringt all die Mühe in Euro? Wer sich das fragt, wird ohne konkrete Antwort bleiben. Das Softwarehaus SAP schätzte zwar im Jahr 2009, dass schlechte Stammdaten einen Betrieb rund 0,5 Prozent des gesamten Verkaufsvolumens kosten können. Die direkte Wertschöpfung von SDM aber lässt sich nur schwer berechnen – dafür sind die Betriebe und ihre Anforderungen zu unterschiedlich. Der monetäre Nutzen steht für die Verantwortlichen aber auch nicht im Vordergrund. Reibungslose Abläufe, effizientere Beschaffung und Produktion und ein besseres Betriebsklima, weil sich keiner mehr über falsche Informationen ärgert, sind meist wichtiger. Auch ein im vergangenen Jahr gegründeter VDMA-Arbeitskreis arbeitet derzeit an einem zweiten Whitepaper, das vor allem den qualitativen Nutzen von SDM untersteichen wird.
Korrekte und gepflegte Daten sind eine Risikoversicherung gegen Fehler und die Eintrittskarte in die Industriewelt 4.0 – das lohnt den Aufwand, darin sind sich alle einig. Thomas Schäffer von der Hochschule Heilbronn glaubt, dass die Digitalisierung der produzierenden Industrie künftig noch größere Aufgaben mit sich bringt. „Wenn über kurz oder lang mehrdimensionale Wertschöpfungsnetzwerke entstehen, in denen nicht mehr Menschen, sondern Maschinen miteinander kommunizieren, braucht es eine unternehmen-übergreifende Stammdatenqualität.“ Wie die aussehen und funktionieren soll, ist offen. Doch auch wer sich auf kleinem Nenner mit seinen Daten auseinandersetzt, erkennt, dass es nicht nur Gerede ist: Informationen sind tatsächlich die wichtigste Ressource
Weiterführende Informationen
- Der VDMA hat ein kostenloses Whitepaper zum Thema Stammdatenmanagement erstellt. Interessenten können es anfordern unter der Adresse: daniela.klette@vdma.org
- Die Hochschule Heilbronn beschäftigt sich ebenfalls intensiv mit dem Thema und hat eine „Trendstudie Stammdatenqualität“ erstellt. Die aktuelle Version 2016 kostet 250 Euro und ist unter folgender Adresse zu bestellen: thomas.schaeffer@hs-heilbronn.de
- Ziel des Forschungsprojekts STAIRS war die Erzeugung von Nutzentransparenz im Bereich Stammdatenmanagement (SDM). Das daraus entstandenen Stammdaten-Tool kann kostenlos auf der Webseite herunter geladen werden.
- Hier finden Sie ein Beispiel für ein zentrales Stammdatenmanagement, um Datenqualität in verteilten Systemen zu sichern: Video eines Gespräches von Thomas Lünendonk, Gründer und Inhaber des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Lünendonk GmbH mit Monika Pürsing, CEO der zetVisions AG.
MM
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