Scherschneiden und Kragenziehen

Optimierte Umformprozesse durch Data Science

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Digitale Prozesskette soll Kantenrissgefahr minimieren

Das neue Projekt verfolge nun einen innovativen Ansatz, mit dem die Verknüpfung von Scherschneid- und Kragenziehprozessen so optimiert werden soll, dass Kantenrisse zuverlässig vermieden würden. Im interdisziplinären Zusammenwirken von Umformtechnik und Datenwissenschaften an den Standorten Bayreuth und Chemnitz soll nun die Entstehung von Kantenrissen und nicht zuletzt die Ursachen dafür präzise analysiert werden. Damit wird es möglich sein, die an den Fertigungsprozessen beteiligten Werkzeuge so einzusetzen, dass Kantenrisse in Zukunft nicht mehr oder nur noch selten vorkommen, hoffen die Expertinnen. Grundlage dieser Forschungs- und Entwicklungsarbeiten wird eine genaue digitale Abbildung der Prozesskette aus Scherschneiden und Kragenziehen sein. Alle hierfür relevanten Informationen, zum Beispiel in Bezug auf Materialien, Werkzeuge und Fertigungstechnologien, sollen dazu durch geeignete Datenmodelle in die digitale Abbildung integriert werden.

Chancen auf Erhöhung der Datenqualität endlich nutzen

Ein wichtiger Aspekt der geplanten Forschungsarbeiten betrifft die Qualität der Daten, die man der digitalen Modellierung zugrunde legen will. In den Datenwissenschaften verfügt man heute über technologisch anspruchsvolle Verfahren, wie beispielsweise Process Analytics und Deep Learning, mit denen sich die Datenqualität gewährleisten und steigern lässt, heißt es dazu. Zur Weiterentwicklung und Optimierung von industriellen Umformprozessen sind diese digitalen Werkzeuge aber bisher kaum genutzt worden, so die Forscherinnen. Sie böten jedoch die Chance, diese Prozesse deutlich effektiver und robuster zu machen, Fertigungskosten zu senken und – infolge einer erheblich geringeren Produktion von Ausschuss – auch noch Material einzusparen. Deshalb greife man im Rahmen des Projekts zu diesen datenwissenschaftlichen Möglichkeiten.

Das Schwerpunktprogramm 2422 der Deutschen Forschungsgemeinschaft, die diese Forschungsarbeiten in Bayreuth und Chemnitz mit insgesamt rund 788.000 Euro fördert, bietet hierfür optimale Rahmenbedingungen, kommentiert Koschmider, die an der Universität Bayreuth den Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Process Analytics innehat.

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