Werkzeugschleifmaschinen

Optimierter Prozessablauf verringert Schleifzeiten

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Dazu Achim Schurius, Vertriebsleiter Westeuropa und Exportmärkte: „So lässt sich zum Beispiel an bestehende Identnummern eine Stirngeometrie wie Eckenradius oder Kantenbruch mit wenigen Mausklicks anfügen.“ Dies beinhaltet auch die Konvertierung von Produktion in Nachschliff.

Maximale Flexibilität der Spanraumdimensionierung beim Schleifen

Helitronic Wheel Shape wurde zum Berechnen der erforderlichen Formscheibe, basierend auf einer durch den Benutzer vorgegebenen Spanraumform, konzipiert. Dabei kann die Spanraumform sowohl über eine CAD-Datei (DXF) als auch über vorparametrisierte Spanraumformen (zum Beispiel Helidrill-Form) angelegt werden.

Der Vorteil liegt in der maximalen Flexibilität bei der Spanraumdimensionierung. Die Software ermöglicht zudem das Abrichten aller gängigen Scheibenformen über eine Abrichtoperation.

Mit den Plug-ins „tool balancer“ und „feedrate optimizer“ bietet Walter darüber hinaus weitere leistungssteigernde Softwarelösungen an: Der feedrate optimizer ermittelt für jede Schleifbewegung die auftretenden Belastungen an der Schleifscheibe und steuert den optimalen Vorschub. „Durch diesen optimierten Prozessablauf kann eine Reduktion der Schleifzeit um bis zu 40%, je nach Werkzeugtyp, erreicht werden“, erklärt Schurius. Mit tool balancer wird die Unwucht eines Werkzeugs analysiert und die entsprechenden Korrekturmaßnahmen werden automatisch ergriffen, um ein perfekt ausbalanciertes Werkzeug zu erhalten.

Robotlader für Teilebestückung

Mit dem neuen Robotlader erweitert Walter die Palette an Ladertypen für die Werkzeugschleifmaschinen Helitronic Power, Power Diamond und Vision. Ausgestattet mit einem Roboter LR Mate 200iC/5L von Fanuc bietet der Robotlader erhöhte Flexibilität für Werkzeug-/Profilplatten- und Produktionsteilebestückung in verschiedenen Spannvorrichtungen im Vergleich zu anderen Ladertypen.

Auf drei Paletten können, abhängig vom Durchmesser, bis zu 1500 Werkstücke abgelegt werden. Über eine Kapazitätserweiterung lassen sich auf insgesamt dann sieben Paletten bis zu 3500 Werkstücke ablegen.

Die Vollmer Werke Maschinenfabrik GmbH, Biberach, zeigt auf der EMO 2011 in Hannover, ihr erweitertes Angebot an Werkzeugschleif- und Erodiermaschinen. Ausgerüstet unter anderem mit dem automatisierten Polierprozess und der Simulationssoftware Exlevel für PKD-Werkzeuge auf den Universalmaschinen QXD 200/400. „Diese modular aufgebauten Maschinen von Vollmer können für die PKD-Bearbeitung je nach Anwendung und Einsatz individuell angepasst werden“, erläutert Geschäftsführer Dr. Stefan Brand. Durch einfaches Nachrüsten oder bereits integriert kann die Universalmaschine QXD 200 PKD-Schneiden in einer Aufspannung erodieren und polieren.

PKD-Werkzeuge in hoher Stückzahl produzieren

Nach dem automatischen Antasten an die PKD-Werkzeugschneide werden Planfräser, Nutfräser, Bohrnutfräser und weitere Zerspanungswerkzeuge oszillierend poliert. Der Prozess ist so aufgesetzt, dass die PKD-Schneide nur direkt hinter der Schneidkante poliert wird. „Dies verkürzt die Bearbeitungszeit und senkt die Fertigungskosten“, betont Brand. So lassen sich bedienerlos und automatisch PKD-Fräswerkzeuge in einheitlicher Qualität und hoher Stückzahl produzieren.

Wie universell die QXD 200 ist, beweist laut Brand auch die Simulationssoftware Exlevel, mit der die Werkzeugschleifmaschine selbst komplexe Geometrien von PKD-Bohrwerkzeugen mikrometergenau schärfen kann: „Selbst wenig geübte Mitarbeiter können mit der Simulationssoftware Exlevel PKD-Bohrwerkzeuge mit Sandwichplatten oder Sintertechnik in einem Kombiprozess simulieren, vermessen, erodieren und schleifen“.

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