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Eine innovative Bohrergeometrie verhindert die bei unidirektionalen CFK-Decklagen besonders kritische Delamination am Bohrungsaustritt (Bild 3). Dadurch kann auf schützende Glaslagen verzichtet werden, womit sowohl Strukturgewicht als auch Produktionskosten sinken.

Beim Bohrsenken von CFK-Strukturen können aufgrund der bislang üblichen Oberflächenrauheit diamantbeschichteter Werkzeuge Ratterschwingungen angeregt werden, die zum Werkzeugversagen und zu Ausschuss führen. Durch einen optimierten Beschichtungsprozess wird die Oberflächenrauheit deutlich reduziert und ein schwingungsfreier Bohrsenkprozess erreicht (Bildfolge 4). So konnten die Standzeit im Vergleich zu den herkömmlichen, unbeschichteten Bohrsenkern vervierfacht sowie die Werkzeugkosten um 40 % und die Rüstzeiten um 75 % gesenkt werden.

Eine von CFK-Staub freie Umgebung ist anzustreben
Häufig müssen Schichtverbunde aus CFK und Aluminium oder Titan gebohrt werden. Die prozesssichere Entfernung langer Metallspäne aus der Bohrung sowie die Einhaltung der Bohrungstoleranz erfordern deshalb oft eine Minimalmengenschmierung (MMS), die eine aufwendige Reinigung nach sich zieht. Eine alternative Methode kann eine der Vorschubbewegung überlagerte Oszillation sein. Bei geeigneter Phasenverschiebung der aufeinander folgenden Schneideneingriffe, kann die Spanbildung periodisch unterbrochen werden, ohne dass die Bohrerschneiden mechanisch überlastet werden (Bild 5).
Jüngste Entwicklungen entsprechender „Peck-Feed“-Bohrsysteme sind ein wesentlicher Schritt hin zu komplett trocken ausgeführten Präzisionsbohrungen in CFK-Leichtmetall-Schichtverbunden.

Die Entfernung des bei der Bearbeitung erzeugten CFK-Staubs verdient aus Gründen des Gesundheitsschutzes der Maschinenbediener, des Verschleißschutzes mechanischer Maschinenkomponenten sowie elektronischer Hardware eine hohe Aufmerksamkeit.
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