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Benötigt würden zuverlässige und langlebige Systeme. Die Ermittlung der optischen Eigenschaften des Glases vor, während und nach der Beschichtung sei „extrem wichtig“, um die Ausbeute möglichst hoch zu halten, bei Zwischenfällen schnell reagieren und eine sorgfältige Endkontrolle durchführen zu können. Die derzeit vorhandenen Werkzeuge müssten weiter entwickelt werden. Das fange schon beim Antriebssystem an, gehe weiter über die Messtechnik im und vor dem Coater bis hin zur Glasreinigung und dem Stapeln. Außerdem sei es für die Produktivität extrem wichtig, Gläser zu haben, deren Beschichtung durch das anschließende Tempern nicht beschädigt werde. Erst schneiden, anschließend tempern und dann beschichten sei bei weitem nicht so effektiv.
Möglichst einfache Prozessführung
Für Ingo Wegener von der zur schweizerischen Bühler-Gruppe gehörenden Bühler Alzenau GmbH (vormals Leybold Opticcs), einem Hersteller von Vakuumbe-schichtungsanlagen, besteht die Herausforderung bei der Entwicklung eines Systems für LowE-Beschichtungen darin, eine „möglichst gute optische Performance“ zu gewährleisten. Außerdem müsse der Prozess einfach zu handhaben sein, denn je komplizierter die Prozessführung, desto schneller, so Wegener, „habe ich auch Ausschuss“.
Bei der Entwicklung des eigenen Systems habe man versucht, die Gesamtbetriebskosten klein zu halten und eine relativ hohe Dichte der Schichtsysteme sowie eine möglichst große Widerstandsfähigkeit gegen Umwelteinflüsse zu erreichen. Als Blockermaterial werde Zinkoxid genutzt. Der Temperprozess habe, wie Wegener weiter erläuterte, sogar einen positiven Effekt. Der Schichtwiderstand in der Silberschicht werde verbessert, wodurch sich auch die Transmission erhöhe. Wegener: „Wir haben eine sehr hohe Transmission, einen geringen Schichtwiderstand und der U-Wert liegt ebenfalls niedrig.“
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