Palettierung Pakete mit Möbelteilen werden vom Roboter sanft gestapelt

Autor / Redakteur: Sandra Friedlein / Rüdiger Kroh

Eine Palettieranlage mit Roboter ist in der Lage, Möbelpakete auf zwei unterschiedliche Palettentypen und in fünf verschiedenen Packschemen zu stapeln. Der Greifer klemmt die Pakete durch eine große Auflagefläche von oben, statt sie zu greifen. Acht bis 30 Kartons kann der Roboter pro Palette stapeln.

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Schwer und unhandlich – bei Möbelteilen bietet es sich geradezu an, die für Menschen nur schwer zu bewerkstelligende Palettierarbeit von einem Roboter übernehmen zu lassen. Dazu entschloss sich auch Frisia, Hersteller von Möbelfertigteilen, und beauftragte die de Man Industrie-Automation GmbH, Spezialist in Sachen Palettierung.

Die Frisia Möbelteile GmbH in Leer, Ostfriesland, ist Dienstleister rund um Möbelfertigteile – von fachlicher Beratung über fertigungsgerechte Konstruktionen bis zur Produktion und Lieferung einbaufertiger Teile just in time.

Das Familienunternehmen mit rund 140 Mitarbeitern produziert pro Tag über 80000 Möbelfertigteile in allen Dekoren aus melaminharzbeschichteten Spanplatten oder MDF. Hinter einem Schrumpfkanal sollten die entstehenden Pakete von einem Roboter palettiert werden. Die Pakete mit den Möbelteilen werden zunächst jeweils an der Frontseite mit einem Druck-Spende-System von SRD Maschinenbau etikettiert. Über den Barcode kann dann ein zuvor gespeichertes Palettierschema aufgerufen werden.

Eingeschweißte Pakete werden auf einer Zuführrollenbahn bereitgestellt

Zunächst laufen die Pakete aber durch eine Schrumpffolien-Verpackungsanlage der Firma Kuper, in der sie in zwei hintereinander angeordneten Folien-Einschlagstationen in die optimale Folienbreite eingeschlagen werden und danach durch einen Schrumpftunnel fahren. Anschließend werden die fertig eingeschweißten Pakete dem Kawasaki-Roboter auf einer Zuführrollenbahn bereitgestellt. Dann beginnt der vierachsige Knickarmroboter mit der Palettierung. Er greift die Pakete von der Rollenbahn und legt sie gemäß dem voreingestellten Packschema auf der Palette ab.

Dabei ist der Greifer so gestaltet, dass er die Pakete von oben durch eine große Auflagefläche klemmt. Dieses ist notwendig, weil sich im oberen Teil des Kartons Kleinteile befinden und ein punktueller Druck das Eindrücken der Pakete zur Folge haben könnte. Das Greifen von unten kann über mehrere Zinken erfolgen, weil dort Bretter im Karton liegen.

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