Null-Energie-Gebäude

Photovoltaik-Fassaden erzeugen sauberen Solarstrom

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Allerdings hat die Dünnschicht-Technik auch einen Nachteil: „Weil sie im Vergleich zu kristallinen Modulen nach dem derzeitigen Stand der Technik einen geringeren Wirkungsgrad haben, benötigen Dünnschichtmodule mehr Fläche für den gleichen Energie-Ertrag“, wie der Sales Manager von Schott Solar berichtet. Das bringe teilweise auch höhere Systemkosten mit sich, etwa für die Befestigung der Module.

Grundsätzlich kann jedes Gebäude eine Photovoltaik-Fassade erhalten

Für die Errichtung von Solarfassaden gibt es keine ernsthaften technischen Hindernisse. „Grundsätzlich lässt sich jedes Gebäude mit einer Photovoltaik-Fassade ausstatten, sofern die Orientierung halbwegs in Ordnung und verschattungsfrei ist, sowohl von benachbarten Gebäuden als auch von Mikroverschattung, zum Beispiel durch Konstruktionen am Gebäude“, berichtet Moor. Laut Bosch Solar müssen müssen gewisse bauliche Anforderungen erfüllt sein, um eine Solarfassade als Vorhangfassade umsetzen können, diese seien aber bei den meisten Gebäuden gegeben.

Selbstverständlich sollte eine Ausrichtung nach Süden sein, allerdings sind „auch Abweichungen in der Ausrichtung nach Osten oder Westen noch Erntefelder“, wie Lenz anmerkt. Einen Tipp hat auch noch Huber parat: „Für eine erfolgreiche Installation einer Solar-Glasfassade sollte eine Fläche von 100 m² oder mehr zur Verfügung stehen.“

Sulfurcell mit energieautarkem Firmensitz durch Solarstrom

Der Ertrag einer Photovoltaik-Fassade variiert von Projekt zu Projekt, und da sich die Technik rasant weiterentwickelt, liegen nicht unbedingt belastbare Zahlen vor. Sulfurcell beispielsweise nutzt seinen Firmensitz zu Demonstrationszwecken und hat ein neues Firmengebäude in Betrieb genommen, das komplett energieautark ist.

Da die Photovoltaikanlage erst seit Herbst 2009 am Netz ist, kann der Solarhersteller noch keine Ganzjahreszahlen präsentieren. Laut Unternehmen deckt die Fassade aus 900 neu entwickelten Kassettenmodulen etwa ein Drittel des Energiebedarfs, eine Solaranlage auf dem Dach des Gebäudes die restlichen zwei Drittel.

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