Exzentergetriebe Platzprobleme bei hoch untersetzenden Getrieben lösen
Die üblicherweise eingesetzten Exzentergetriebe mit Evolventenverzahnung sind in einem stehenden Hohlrad eingebaut, das mit dem Gehäuse befestigt ist. Dennoch bietet eine Bauart, bei der das innen liegende, außenverzahnte Zahnrad mit dem Abtrieb verbunden ist, vor allem bei größeren Übersetzungen Vorteile.
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Hoch untersetzende Getriebe sind standardmäßig so gebaut, dass eine Antriebswelle zentrisch und koaxial in das Getriebe hineingeführt und eine ebenfalls koaxiale Abtriebswelle aus dem Getriebe herausgeführt wird. Der Nachteil dieser Bauart liegt in der großen Baulänge, weil in Längsrichtung die Länge der Lagerungen der Antriebswelle mit der Länge der Lagerungen der Abtriebswelle addiert wird. Außerdem kann die die hohen Kräfte tragende Abtriebswelle, nicht gleichzeitig am Getriebeein- und -ausgang gelagert werden (Bild 2).
Bei neuer Bauart vollführt das Hohlrad die Exzenterbewegung
Eine Lösung ist das Getriebe kinematisch zu tauschen, sodass das Hohlrad die Exzenterbewegung vollführt und das Zentralrad dreht. Dabei wird der Rollenkranz mit dem Gehäuse verbunden (Bild 1). Der Antrieb kann dann beispielsweise über einen axial angeordneten umbauenden Hohlmotor oder radial über ein Kegelrad- oder Kronenradgetriebe in den Exzenter eingeleitet werden.
Sinnvoll sind drei Bauarten dieser Getriebe: Variante 1 mit Kegel- oder Kronenradgetriebe und Planetengetriebe, Variante 2 mit Kegel- oder Kronenradgetriebe und „Exzentergetriebe mit Parallelkurbel“ sowie Variante 3 mit Kegel- oder Kronenradgetriebe und „Exzentergetriebe mit Oldhamkupplung“.
- Variante 1: Planetengetriebe
Der Antrieb erfolgt am Kegel- oder Kronenradgetriebe und treibt den Planetenträger bei stehendem Hohlrad. Es sind nur mittlere Übersetzungen möglich. Die Planeten drehen das Zentralrad (Bilder 4 und 5).
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