Product Lifecycle Management

PLM macht Schluss mit Multi-CAD-Problemen in der Konstruktion

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Ein bekanntes Beispiel für den Umgang mit diesem Problem ist die Verwendung des JT-Datenformats durch zahlreiche Unternehmen. Siemens PLM Software war und ist an der Entwicklung und industrieweiten Verbreitung des JT-Datenformats beteiligt. Es handelt sich dabei um das weltweit meistgenutzte 3D-Datenformat für den genauen, sicheren und effizienten Austausch von Produktinformationen zwischen verschiedenen Organisationen und über alle Phasen der Zulieferkette hinweg.

Verbreitung und die Akzeptanz von JT sind groß

Die Verbreitung und die Akzeptanz von JT sind so groß, dass die Beschreibung des JT-Dateiformats zur weltweit ersten ISO-Veröffentlichung zum Thema 3D-Visualisierung im PLM-Bereich wurde. Die nötigen Formalitäten, um das JT-Datenformat selbst zum ISO-Standard zu machen, sind bereits eingeleitet. Dieses Dateiformat kann beliebige Kombinationen aus Näherungswerten, genauen Oberflächen im Flächenbegrenzungsmodell, Produkt- und Fertigungsinformationen sowie Metadaten enthalten. Diese können entweder aus dem ursprünglichen CAD-System exportiert oder durch ein Produktdatenmanagementsystem eingefügt werden.

Wenn Unternehmen solchen immer strenger werdenden Anforderungen nicht gerecht werden, können die Auswirkungen äußerst kostspielig sein. Für die manuelle Konvertierung und Synchronisierung der verschiedenen Modelle ist nicht nur ein hoher Zeitaufwand nötig. Fehler aufgrund von Irrtümern oder Unkenntnis bestimmter Industriestandards können außerdem von der Konstruktion bis in die Produktion weitergetragen werden. Das schadet der Produktqualität und gefährdet letztlich auch die Produkteinführung.

Konvertierte Daten müssen sich als Modell weiterverarbeiten lassen

Ein weiteres Problem tritt zutage, wenn die konvertierten Daten sich anschließend als Modell nur schwer weiterbearbeiten lassen. Die Ingenieure müssen sich dann selbst für kleinere Änderungen ständig an den Ersteller wenden. Oft führt dies dazu, dass die Historie einfach neu aufgebaut wird. Zeiteinsparungen, die sich durch die Arbeit mit fertigen CAD-Daten aus Drittanwendungen erzielen ließen, gehen so wieder verloren.

Um dieses Problem elegant zu umgehen, hat Siemens PLM Software die Synchronous Technology entwickelt und diese in sein CAD/CAM/CAE-System NX integriert. Durch die Synchronous Technology müssen sich Anwender nicht mehr nur auf ein bestimmtes Modellierungsverfahren beschränken. Zudem sind sie durch importierte Geometriedaten weniger eingeschränkt. Mit dieser Technik ist es möglich, Daten von mehreren CAD-Systemen zu bearbeiten, sodass die Anwender nicht länger zwischen sequenziell parametrischer oder historienfreier Modellierung wählen müssen.

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