CIM ist tot - es lebe PLM

PLM schließt Informationskreislauf bis in die Fertigung

Seite: 2/4

Anbieter zum Thema

PLM kann deswegen kein geschlossenes System oder eine allumfassende statische Software sein, die den Unternehmen die Art und Weise der Prozessorganisation vorschreibt. Eine PLM-Lösung zielt stattdessen darauf ab, das vorhandene Produktwissen eines Unternehmens zu bündeln und allen Beteiligten zugänglich zu machen, ohne die speziellen Softwarefunktionalitäten der Fachabteilungen einzuschränken (Bild 1 – siehe Bildergalerie).

Neutrale Datenformate machen PLM-System zum Integrator

Die Brücken zwischen den Bereichen schlagen neutrale Datenformate, die entweder ihre zu dieser Software gehörenden Pendants ergänzen oder ersetzen. In der Industrie hat sich beispielsweise das offene JT-Format für 3D-Daten als De-facto-Standard etabliert. Im inhaltsreichen, aber dennoch schlanken JT-Format lassen sich 3D-CAD-Modelle mit Metadaten und Zusatzinformationen wie Maßen und Toleranzen verknüpfen. Dadurch können Konstruktionsdaten auch ohne CAD-Software von anderen Abteilungen oder Unternehmen weitergenutzt werden, etwa zum Aufbau eines computergestützten Versuchsmodells.

Für ein tatsächlich funktionierendes PLM wird aber mehr benötigt als nur neutrale Dateiformate. Alle IT-Werkzeuge von CAD, CAM, CAE bis hin zur Simulation müssen – prozessgesteuert in einem PDM-System – medienbruchfrei zu einem durchgängigen, reibungslosen Ganzen integriert werden. Daraus folgt, dass jedes Softwarewerkzeug sich daran messen lassen muss, ob es die Voraussetzungen dafür mitbringt.

Für jedes Unternehmen sinnvolles PLM-System möglich

Erfolgreiche Anbieter von PLM-Systemen orientieren sich an realen Anforderungen ihrer Kunden aus der Industrie. Die Unterschiede zwischen Großunternehmen und mittelständischen Produzenten in Prozessen, Ressourcen, Budgets und Personal müssen mit den jeweiligen Besonderheiten der Branche berücksichtigt werden.

Mit einem umfassenden Produktportfolio ermöglicht Siemens PLM Software jedem Unternehmen, unabhängig von seiner Größe, eine PLM-Integration zu etablieren, die strategisch wie ökonomisch sinnvoll ist. Ein Schwerpunkt liegt, dem Charakter der deutschen Industrie entsprechend, auf dem Mittelstand.

PLM-Umgebung schafft integrierte und schlanke Prozesse

So konnte der mittelständische Hersteller von Pumpensystemen Andritz Ritz mithilfe des Softwareanbieters eine PLM-Umgebung errichten, die von der Konstruktion bis in die Produktion hinein integrierte und schlanke Prozesse schafft. Die Strategie von Andritz Ritz besteht darin, die technischen IT-Systeme so zu organisieren, dass Mitarbeiter von den Vorleistungen ihrer Kollegen in der Prozesskette profitieren.

Diese Fokussierung auf Prozessoptimierungen bringt die vom Markt geforderte Effizienz und Flexibilität. Mit einer intelligenten PLM-Strategie konnte der Mittelständler eine neue Prozesskultur finden, die von der Konstruktion bis zur Produktion auf sicheren Workflows und Freigaben beruht und effektivere sowie schnellere Projektdurchläufe ermöglicht.

(ID:29704000)