Anbieter zum Thema
Das Kernstück der PLM-Lösung bilden das 2D/3D-CAD-System Solid Edge, die CAM-Funktionalitäten von NX CAM sowie die PDM-Software Teamcenter. Darin werden alle Änderungs-, Aktualisierungs- und Freigabeprozesse der Konstruktion ebenso gesteuert wie die Aufgaben der NC-Programmierer.
Das gesamte Wissen der Produktentwicklung von den ersten Entwürfen und der Variantenableitung über die Klassifizierung von Normteilen bis hin zu FEM-Simulationen lässt sich in der Datenbasis ablegen und verwalten (Bild 2). Die Vernetzung von NX CAM und Teamcenter eröffnet den NC-Programmierern einen umfassenden aufgabenbezogenen Informationszugriff. Via Teamcenter können sie die benötigten Werkzeuge und Spannmittel für die jeweilige CNC-Maschine auswählen, damit Werkzeuglisten und Einrichteblätter erzeugen und sie für eine weitere Verwendung in der Wissensbasis ablegen.
Mit PLM die Produktentwicklung mit der Fertigung verbinden
Mit Shop Floor Connect, einem webbasierten Teamcenter-Client für die Werkstatt, erreicht Andritz Ritz einen durchgehenden Informationsfluss von der Fertigungsplanung bis an die CNC der Werkzeugmaschinen. Damit werden Fertigungsinformationen nicht nur theoretisch in den PLM-Bestand integriert, sondern die Vorteile in einem integrierten Informationsfluss produktiv ausgeschöpft.
Die Werkstattmitarbeiter von Andritz Ritz melden sich in Shop Floor Connect an und erhalten einen rollenspezifischen Zugriff auf die einzelnen Auftragsinformationen, beispielsweise Werkstattzeichnungen und Einrichteblätter, aber ebenso Simulationsdateien oder Arbeitspläne. Die NC-Programme lassen sich direkt an die Steuerung übertragen.
Umfassender PLM-Informationszugriff senkt Nebenzeiten und Fehlerquote
Während des Einfahrens werden sie dort angepasst. Die Änderungen werden aufgezeichnet und die optimierten Programme via Teamcenter an den NC-Programmierer zurücktransferiert.
Manchmal werden einfache Bauteile an der Steuerung programmiert. Die NC-Sätze werden dann per Rückübertragung in Teamcenter erfasst und erzeugen automatisch ein CAD-Modell des Bauteils mit allen zugehörigen Informationen. Aus Sicht des IT-Leiters Hans-Jürgen Steeb bewirkte der umfassende PLM-Informationszugriff in der Werkstatt eine deutliche Reduzierung der Maschinennebenzeiten sowie von Fertigungsfehlern.
Durchgängiges PLM-System schafft Zeit- und Wettbewerbsvorteile
Wie sehr ein PLM-System den konkreten Unternehmensanforderungen entsprechen muss, zeigt die Gegenüberstellung mit dem Industriedesign-Unternehmen Gesa Form + Funktion Displaybau, das Verkaufsdisplays für Kosmetikfirmen entwirft, konstruiert und fertigt. In der Zielbranche sind „Time to Market“ und rasche Bereitstellung von Designentwürfen und Angeboten die entscheidenden Wettbewerbsfaktoren (Bild 3).
(ID:29704000)