CIM ist tot - es lebe PLM

PLM schließt Informationskreislauf bis in die Fertigung

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Der erste Modernisierungsschritt bestand in der Optimierung und Vereinheitlichung des Konstruktionsprozesses, die mit dem mittelstandsorientierten CAD-System Solid Edge erreicht wurden. Die homogenisierte CAD-Landschaft schuf zunächst straffere Abläufe innerhalb der Konstruktionsabteilung.

PLM-System unterstützt Kommunikation mit den Lieferanten

Gleichzeitig wurde die Basis für ein umfassenderes PLM-System gelegt, das Kommunikationsprozesse nach außen unterstützt. Denn die 3D-Möglichkeiten und die Step-Schnittstelle von Solid Edge verbesserten die für Gesa wichtige Interaktion mit Lieferanten. Selbst ganze Baugruppen lassen sich exportieren, wodurch der gesamte Datenaustausch vereinfacht wird.

Weitere Durchgängigkeit schaffen das CAM-System NX CAM Express sowie die Siemens-CNC für die Laser- und Fünf-Achs-Fräsmaschinen des hauseigenen Formenbaus. Die abgestimmten Lösungen etablieren auf diese Weise einen nahtlosen Workflow von der Konstruktion bis zur Fertigung, der das Informationsbedürfnis des einzelnen Mitarbeiters in den Mittelpunkt stellt.

Insight-Technik im CAD-System beschleunigt interne Prozesse

Zusätzlich beschleunigt die in Solid Edge integrierte Insight-Technik die Prozesse bei Gesa. Kleinere Unternehmen gewinnen damit die Vorteile eines unternehmensweiten PDM-Systems zu geringen Betriebskosten.

Verschiedene Teammitglieder können damit ohne Konflikte an derselben Datei arbeiten. Insbesondere in Qualitätsmanagement- und Freigabeprozessen wurde der Workflow verbessert. Für Rolf Scholz, technischer Leiter bei Gesa, ist das einheitliche, durchgängige PLM-System auf Basis der einzelnen Siemens-Lösungen der Garant für die nötigen Zeitvorteile und damit die Wettbewerbsfähigkeit seines Unternehmens.

Einzelne Abteilungen schrittweise in PLM-System einbinden

Die unterschiedlichen Beispiele Andritz Ritz und Gesa zeigen auf, weshalb ein monolithischer CIM-Ansatz versagen musste. Effizienzgewinne durch einen unternehmensweit vernetzten Informationsfluss lassen sich nur erreichen, wenn die einzelnen Abteilungen schrittweise und evolutionär in ein Gesamtsystem eingebunden werden.

Ausgehend von den vorherrschenden Prozessanforderungen des Unternehmens müssen die IT-Systeme den Mitarbeitern den zu ihrer Rolle passenden Workflow bereitstellen – vom Mittelständler bis zum weltweit verzweigten Konzern. Vor allem für mittelständische Unternehmen stellt ein maßgeschneidertes PLM-System sicher, dass wichtige Werte wie schlanke Prozesse, flache Hierarchien, hohe Flexibilität und Schnelligkeit auch in Zukunft gelebt werden können.

Siemens will mit seiner PLM-Software auf die Unternehmen eingehen

Siemens PLM Software hat die Bedürfnisse dieser Unternehmen erkannt und bietet ihnen Lösungen, die gerade Besonderheiten der Betriebe unterstützt, ohne sie in einer Maximalarchitektur einzuebnen. Gleichzeitig wird PLM konsequent weiter entwickelt.

Mit einer Integration der Steuerungen von Werkzeugmaschinen (CNC) entsteht eine neue Dimension der Digitalen Fabrik: Die frühzeitige Definition von Fertigungsprozessen während der Produktentstehung, die Simulation und virtuelle Inbetriebnahme im Schulterschluss mit der Produktentwicklung weist bereits heute über das hinaus, was CIM zu träumen wagte.

* Dipl.-Ing. Andreas Schäfer ist Portfolio-Manager NX, Siemens PLM Software, Siemens Industry Software GmbH & Co. KG, 50823 Köln

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