Lebensmitteltechnik/Verpackungstechnik Pneumatik ist sicherer Absatzmarkt für Edelstahlkomponenten

Autor / Redakteur: Josef Kraus / Josef-Martin Kraus

In der Pneumatik rückt die Lebensmittel- und Verpackungstechnik verstärkt in den Fokus der Antriebsspezialisten. Das zeigt sich am Ausbau des Komponentenspektrums aus Edelstahl, der bei direktem Lebensmittelkontakt unverzichtbar ist, besonders in Kombination mit hohen mechanischen Anforderungen.

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Welcher Antriebstechnik gehört die Zukunft? Diese Frage wird immer wieder auf Kongressen und in Diskussionsforen auf Messen thematisiert. In der Anwendung drängt sie sich jedoch weit weniger auf. Man sucht keine Grundsatzentscheidung, sondern Antriebssysteme, die technisch und wirtschaftlich sinnvoll sind.

Lebensmitteltechnik setzt auf pneumatische Antriebe

So ist die Antwort in Branchen wie der Lebensmitteltechnik schon längst bekannt: „Die spezifischen Anforderungen in der Nahrungsmittelindustrie erfordern ganz klar eine pneumatische Antriebstechnik“, berichtet Frank Seehausen, Leiter Kundenprojekte und Systeme im Technologiebereich Pneumatics der Bosch Rexroth AG, Laatzen bei Hannover.

Darauf haben sich Antriebsspezialisten wie Bosch Rexroth eingestellt, die nicht nur pneumatische, sondern auch elektrische Antriebssysteme im Portfolio haben. „Im direkten Umgang mit Lebensmitteln ist die Pneumatik unschlagbar“, sagt Seehausen.

Pneumatik kann hohe Hygiene-Standards einhalten

Ausschlaggebend dafür sind die hohen hygienischen Schutzklassen, die von Antriebssystemen zur Automatisierung von Handhabungsfunktionen in Maschinen der Lebensmittel-, Pharma- und Chemietechnik eingehalten werden müssen: von der Herstellung bis zum Verpacken. Dieser Anwendungsbereich war daher schon früher eine Domäne der Pneumatik, die als robuste, einfache Antriebstechnik bei der Umsetzung der verschiedenen Schutzarten (IP-Codes) gegen eindringende Flüssigkeiten und Dämpfe laut dem Rexroth-Manager Vorteile hat.

Daran hat sich bis heute nichts geändert. Die Wichtigkeit der Lebensmitteltechnik als Anwendungsbereich für pneumatische Antriebssysteme ist sogar größer geworden. So erfasste die weltweite Wirtschaftskrise insbesondere den Bereich für konventionelle Systeme. In Branchen wie der Lebensmittel-, Chemie- und Pharma-Industrie hat sie sich dagegen weniger stark ausgewirkt.

Pneumatik-Spezialisten benötigen mehr Komponenten aus Edelstahl

Jürgen Keck, geschäftsführender Gesellschafter der Mader GmbH & Co. KG, stellt dort sogar eine „verstärkte Nachfrage“ fest, die nicht nur beim Spezialisten für Pneumatik und Drucklufttechnik in Leinfelden-Echterdingen zu einer Erweiterung des Portfolios führte. Das wurde in diesem Jahr auf unterschiedlichen Industriemessen deutlich: Im Bereich Pneumatik standen verstärkt Komponenten aus Edelstahl im Rampenlicht.

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