Verbotsverbot

Politik, IAA-Veranstalter und Industrie sagen nein zum Verbrennerverbot

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Jens Spahn ist für bestehende Antriebsalternativen

Und der Unionsfraktionschef Jens Spahn setzt nach eigener Aussage auf eine rasche Einigung mit dem Koalitionspartner SPD zum geplanten Verbrennerverbot. Die Union wolle mit der Automobilindustrie nicht weniger als eine der stärksten Industrien in Deutschland mit Hunderttausenden Beschäftigten erhalten, stärken und ausbauen. Dazu gehören auch seiner Meinung nach Technologieoffenheit, mehr Flexibilität bei Flottengrenzwerten und eine bessere Anerkennung von anderen Antriebsmöglichkeiten. Aber natürlich, führte Spahn weiter aus, muss man auch über das Nicht-mehr-Zulassen von Verbrennern ab 2035 in Europa reden. Das Ziel sei eine möglichst große Technologieoffenheit zu haben, bei der aber durchaus auch der Verbrenner eine Option sein könne.

Für Michael Kretschmer agiert die EU gegen Deutschland

Zum Beginn der Automesse IAA in München hat auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer das geplante Aus für neue Autos mit Verbrennungsmotor ab 2035 scharf kritisiert: „Das geplante Verbrenner-Aus 2035 ist ein Irrweg. Denn es ist ideologisch und nicht logisch getrieben, gefährdet unsere Wettbewerbsfähigkeit und zerstört industrielle Wertschöpfung in Deutschland!“ Die Automobilindustrie ist nicht zuletzt für Sachsen von zentraler Bedeutung. Das heißt, von ihr hängen Arbeitsplätze, Wertschöpfung und wirtschaftliche Stärke ab. Pauschale Verbote: Nein, Technologieoffenheit: Ja, ist auch sein Credo. Moderne Motoren in Kombination mit klimaneutralen Kraftstoffen könnten schließlich auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten und gleichzeitig die Industrie wettbewerbsfähig halten. Kretschmer warnte außerdem vor negativen Folgen für die Wirtschaft: „Es darf nicht sein, dass europäische Politik Zukunftschancen zerstört und Arbeitsplätze in unserem Land gefährdet. Wer heute den Verbrennungsmotor verbietet, schwächt die Industrie und spielt anderen Weltregionen in die Hände!“

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