Es wird ernst! Politikerin macht sich für Thyssenkrupp-Standorte stark

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Bei Thyssenkrupp Steel steht die Entscheidung über eine Stahlproduktionskürzung bevor, damit verbunden ist ein Stellenabbau. Doch es könnte noch schlimmer kommen, was Bärbel Bas verhindern will ...

Thysssenkrupp Steel muss auf den herrschende Situation der Geschäftslage reagieren. Das wird wahrscheinlich auch Jobs kosten. Die Bundestagspräsidentin Bärbel Bas will allerdings dafür kämpfen, dass Deutschland nicht auch noch von ausländischen Stahllieferungen abhängig wird.(Bild:  Thyssenkrupp)
Thysssenkrupp Steel muss auf den herrschende Situation der Geschäftslage reagieren. Das wird wahrscheinlich auch Jobs kosten. Die Bundestagspräsidentin Bärbel Bas will allerdings dafür kämpfen, dass Deutschland nicht auch noch von ausländischen Stahllieferungen abhängig wird.
(Bild: Thyssenkrupp)

Bundestagspräsidentin Bärbel Bas setzt sich für den Erhalt der Stahlstandorte von Thyssenkrupp in Nordrhein-Westfalen ein, wie jetzt bekannt wurde- Sie kommentierte: „Wenn Thyssenkrupp den Stahl abwickelt, wäre das ganze Ruhrgebiet auf den Beinen.“ Mehr noch! Es würde deutschlandweit Proteste geben, ist die Duisburger SPD-Abgeordnete überzeugt. Sie verlange rasch ein Konzept, in puncto „Eigentum verpflichtet“. Denn Thyssenkrupp hat eine Verantwortung für die Menschen im „Revier“, aber auch für die Steuerzahler. Der Konzern erhalte schließlich zwei Milliarden Euro Förderung von Bund und Land für den grünen Umbau.

Thyssenkrupp Steel will auf die hohen Energiekosten reagieren

Die Thyssenkrupp-Stahlsparte will in diesem Sommer Einzelheiten zum geplanten Abbau von Produktionskapazitäten in Duisburg vorlegen. Deutschlands größter Stahlerzeuger hatte einen deutlichen Abbau angekündigt. Dieser werde auf jeden Fall auch Arbeitsplätze kosten. Das Unternehmen will damit auf die schwächelnde Konjunktur und die gestiegenen Energiekosten reagieren, wie es weiter heißt. Die Thyssenkrupp-Stahlsparte beschäftigt rund 27.000 Personen – allein knapp die Hälfte davon in Duisburg. Der Mutterkonzern Thyssenkrupp plant außedem die Verselbstständigung der Sparte. Erster Schritt dazu soll bekanntlich ein 20-Prozent-Einstieg des Energieunternehmens EPCG des tschechischen Investors Daniel Kretinsky sein.

Zur Not könnte der Staat bei Thyssenkrupp Steel einsteigen

Bas sprach sich dafür aus, dass der Staat einen Sitz im Aufsichtsrat erhalten soll, um zu kontrollieren, was mit dem Steuergeld überhaupt geschieht. Die zwei Milliarden Euro für den klimafreundlichen Umbau seien schließlich deutlich mehr Geld, als der Investor Daniel Kretinsky für seinen Einstieg beim Stahl bezahle. Es sei gut, den Staat rechtzeitig mit einzubeziehen. Und bei einer Schließung von Standorten ist die Politik ohnehin gefordert, fügte die Sozialdemokratin hinzu. Denkbar ist ihrer Meinung auch, dass der Staat bei einzelnen Unternehmen wie eben Thyssenkrupp Steel einsteigt. Deutschland dürfe bei diesem Rohstoff nicht auch noch abhängig von anderen Ländern abhängig werden.

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