Greifer Polyamid-Greifmodule sorgen für effiziente Handhabungsprozesse
Sensible Teile, komplexe Geometrien, hygienekritische Umgebungen: Wenn konventionelle Handhabungsmodule an Grenzen stoßen, kommen immer häufiger additiv gefertigte Greifer aus Polyamid zum Zuge. Mit den robusten Fliegengewichten lässt sich die Prozessstabilität erhöhen und so mancher Effizienzeffekt erzielen.
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Entgegen der weitverbreiteten Meinung, dass Greifer aus Kunststoff schnell verschleißen, erweisen sich die Polyamidmodule der Schunk GmbH & Co. KG, Lauffen, als ausgesprochen robust und abriebfest. Sie werden auf Lasersinteranlagen aus leichtem und verschleißfestem Polyamid PA12 span- und werkzeuglos gefertigt.
Polyamid-Greifer für viele Anwendungen im Angebot
Das Programm reicht von einteiligen Greifern mit geschlossener Antriebsmembran für hygienekritische Anwendungen über individuell geformte und bei Bedarf auch nachgiebige Greiferfinger bis hin zu additiv gefertigten Schnellwechselsystemen, die sich direkt in Greifer oder Greiferfinger integrieren und bei Bedarf sogar mit Mediendurchführungen ausstatten lassen. Selbst komplexe Konturen oder individuelle Beschriftungen sind ohne Mehrkosten möglich. Weil Polyamid chemisch beständig und lebensmitteltauglich ist, kann es auch in Verbindung mit aggressiven Medien und in der Lebensmittelindustrie eingesetzt werden.
Welche Möglichkeiten beispielsweise additiv gefertigte Greiferfinger bieten, wird bei der Metallumform GmbH & Co. KG Präzisionswerkstücke deutlich. Dem Automobilzulieferer ist es gelungen, mithilfe additiv gefertigter Polyamidfinger von Schunk den Prüfprozess für induktionsgeschmiedete Präzisionsbauteile zu verkürzen.
„Beim Anlagenkonzept war uns wichtig, dass in einem einzigen Step drei Bauteilmerkmale optisch kontrolliert werden“, erläutert Tilo Gonschorreck, Techniker für Automation und Messtechnik bei Metallumform. Dies sind die Innenverzahnung, sprich die Anzahl und Form der Zähne, die Gewindebohrungen, also die Position der Bohrungen sowie die Anzahl der Gewindegänge, und zudem die Symmetrie der seitlichen Einfräsung.
Greiferfinger aus Polyamid lassen sich individuell ans Werkstück anpassen
Dies sei nur möglich, wenn in einer bestimmten Greifposition sämtliche Merkmale sichtbar sind und zugleich ausgeschlossen ist, dass das Licht der Kamerabeleuchtung reflektiert wird. Zudem dürften Flansch, Greifer, Finger und Werkstück zusammen die Robotertraglast von 3 kg nicht überschreiten. „Mit konventionellen Greiferfingern aus Aluminium hätte sich die Anwendung in dieser Form nicht realisieren lassen“, so Gonschorreck weiter. „Die Universalgreifer PGN-plus mit individuell geformten Polyamidfingern hingegen erfüllen alle drei Bedingungen. Ihre Form lässt sich individuell ans Werkstück anpassen, sie reflektieren nicht und sie sind sehr leicht.“
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