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Außenhaut besteht aus tiefgezogenen Polycarbonat-Verbundplatten
Die ästhetische Gestalt und die Beweglichkeit des Roboters stellen besondere Anforderungen an die Außenhülle der Gliedmaßen. Sie wurde daher aus einem Kunststoff hergestellt, der die Funktionalität des Roboters nicht beeinträchtigt und eine individuelle Formgebung ermöglicht.
Werkstoffauswahl basiert auf Versuchsergebnissen
Die Wahl fiel auf zwei Polycarbonat-Kunststoffe des Herstellers Bayer Materialscience: auf das glasfaserverstärkte, hochsteife und flammgeschützt ausgestattete Polycarbonat Makrolon 9425 und das glänzend-transparente Makrolon ET3113, so Dr. Lorenz Kramer, der das Projekt betreut und bei Bayer Materialscience für den Bereich Robotics verantwortlich ist. Die Entscheidung basierte auf Versuchsergebnissen.
Bei der Verarbeitung mittels Coextrusion werden Schmelzen gleicher oder verschiedener Kunststoffe vor dem Austritt aus der Profildüse zusammengeführt und erstarren im Kalander zu einem Verbund. „Dabei entsteht eine untrennbare Mehrschicht-Verbund-Platte, in der die Eigenschaften der beiden Typen kombiniert vorliegen“, erläutert Udo Ahlborn, Polycarbonatexperte bei Bayer Materialscience.
Funktionalität des Roboters bleibt bei Sturz erhalten
In einem zweiten Schritt werden zugeschnittene Verbundplatten unter Vakuum tiefgezogen und erhalten dabei ihre endgültige Form. „Die so hergestellten Schalen sehen und fühlen sich glatt an und sind trotzdem extrem robust“, so Ahlborn weiter. So dürfte auch im Falle eines Sturzes die Funktionalität des Roboters vollständig erhalten bleiben.
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