Fräsen

Portalfräsmaschinen bringen tonnenschwere Bauteile in Form

Seite: 2/4

Anbieter zum Thema

Im Maschinenbau zeigt sich nach einem schwachen Start im Jahr 2010 mittlerweile eine vorsichtige Erholung. „Vom Niveau der Jahre 2007 und 2008 sind wir jedoch noch weit entfernt“, bedauert Ulrich. Auch sind die Nachhaltigkeit und die zukünftige Entwicklung der Erholung noch nicht einschätzbar. Derzeit sind Großfräsmaschinen vor allem in Russland, China, Indien und teilweise auch hierzulande gefragt.

Geregelte Hydrostatik in allen Achsen minimiert den Führungsbahnverschleiß

Auch Andreas Köller, Vertriebsprofi der Schiess GmbH in Aschersleben, stellt fest, dass die Kundenprojekte wieder stark zunehmen: „Dabei hat der Zukunftsmarkt Energietechnik für uns eine sehr große Bedeutung, denn mehr als 50% unserer Kunden arbeiten in diesem Sektor.“

Der Hersteller von Portalfräsmaschinen und Karusselldrehmaschinen für die Großteilbearbeitung macht in diesem Jahr etwa 42% seines Umsatzes von 50 Mio. Euro mit Kunden aus der Energietechnikbranche. Die größte Portalmaschine, die Schiess ausgeliefert hat, hatte Durchgangsbreiten von 8900 mm, Durchgangshöhen von 6500 mm und Portalverfahrwege von 33000 mm.

„Realisierbar sind Durchgangsbreiten und -höhen um die 10 000 mm, der Portalverfahrweg kann ein Vielfaches sein“, so Köller. Die bisher größte Karusselldrehmaschine hat einen Drehdurchmesser von 16 000 mm.

Weil die Werkstücke größer und schwerer werden, entwickelt Union derzeit ein Bohrwerk, das speziell für die Bearbeitung großer, schwerer Werkstücke mit einer Höhe bis 8000 mm, einer Länge bis 30 000 mm und einem Gewicht bis 250 t ausgelegt ist.

„Die Maschine hat geregelte Hydrostatik in allen Achsen statt Kapillarhydrostatik, was einen minimalen Führungsbahnverschleiß bei gleichzeitig exzellenten Dämpfungseigenschaften gewährleistet“, erläutert Ulrich und ergänzt: „Die Maschine kann mit einer breiten Auswahl an automatisch wechselbaren Fräsköpfen und Zusatzgeräten ausgerüstet werden, die in Verbindung mit den Dreh-Verschiebetischen eine Fünf-Seiten-Bearbeitung je Aufspannung sowie die Bearbeitung tief im Bauteil liegender Konturen und Formelemente von Werkstücken mit einem Gewicht bis 250 t ermöglichen.“

(ID:362039)