Zerspanung

Portalmaschine eröffnet neue Dimension in der Großteilebearbeitung

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Die neue 40V hingegen ist entwickelt worden nach sehr anspruchsvollen Vorgaben. Diese Vorgaben wurden abgeleitet von den Parametern der kleineren Mikromat-Präzisionsportalmaschinen. Deren größte, die 20V, hat einen Arbeitsraum von maximal 5000 mm x 2400 mm x 2000 mm. Vergleicht man die Volumina der Arbeitsräume (20V mit 24 m³, 40V mit 192 m³), so wird der quantitative Sprung zwischen diesen beiden Typen deutlich.

Steifigkeiten musste in allen Achsen überproportional erhöht werden

Die Herausforderung bestand darin, dass die Steifigkeiten der 40V in allen Achsen verglichen mit denen der kleineren 20V überproportional erhöht werden mussten – und zwar so, dass die Arbeitsgenauigkeiten beider Maschinen sich kaum unterscheiden Dennoch müssen die Maschinen spanungstechnisch auch für die Vorbearbeitung der Werkstücke geeignet sein.

Vordergründig für diese Entwicklung ist also nicht das intensiv-voluminöse Zerspanen von Material, sondern das Erzielen einer hohen Maß-, Form- und Lagegenauigkeit durch das Zerspanen an großen Werkstücken. Und das in einem Maße, welches bisher bei der Großteilbearbeitung maschinell überhaupt nicht zu erreichen war.

Diverse Baugruppen waren neu zu entwickeln

Während bei der bisherigen Bearbeitung auf analog großen Maschinen Maßabweichungen von 100 bis 300 µm üblich und nahezu unvermeidbar waren, so ist der Anspruch bei der Portalmaschine 40V unterhalb dessen.

Um das zu erzielen, konnten bisherige konstruktive Lösungen nicht nur einfach in die größere Dimension übertragen werden. Ungeachtet dessen, dass eine äußere Ähnlichkeit unverkennbar ist und eine Reihe von Komponenten (Hauptspindel, Spindelantrieb, Vorschubantrieb Y) übernommen werden konnten, mussten viele andere Baugruppen komplett zur Disposition gestellt und neu entwickelt werden.

Prinzipien der konstruktiven Symmetrie wurden bewahrt

Im Rahmen umfangreicher Berechnungen und Simulationen sind sämtliche Gestellbaugruppen (Bett, Tisch, Ständer, Traverse), der Spindelstock sowie speziell die Achsantriebe X und Z neu gestaltet worden. Die bei Mikromat bewährten Prinzipien der konstruktiven Symmetrie, der Verwendung gegossener Gestelle, der akkuraten Fertigung (mit manuellem Schaben aller Kontaktflächen) und Justage, die thermische Stabilität und die Verwendung von erprobten und erstklassigen Komponenten gelten ganz besonders auch bei der 40V.

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