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Für permanente Fertigungsgenauigkeit beim Bearbeiten des Maschinenträgers sorgen Kompensationssysteme, wie Pama-Vertriebsleiter Kai Förster erläutert: „Die Durchbiegung der Traghülse, die hydrostatisch umschlossen ist, wird ebenso kompensiert wie die Schwerpunktverlagerung des Spindelkastens und die Neigung des Maschinenständers.“
Auf einem Plattenfeld neben dem Dreh-Verschiebetisch des Bohrwerks wird der in der ersten Aufspannung bearbeitete Maschinenträger nach dem Wenden für die Fertigbearbeitung auf einer Vorrichtung ausgerichtet und gespannt. „Eine schwierige Aufgabe war auch das Wenden des tonnenschweren Maschinenträgers mit dem Kran zur weiteren Bearbeitung nach der ersten Aufspannung. Anhand eines Modells im Maßstab 1 : 20 ist es uns gelungen, die exakte Lastverteilung zu ermitteln, um den Maschinenträger problemlos wenden zu können“, erläutert Knäbel.
Minimierung der Anzahl der Aufspannungen wird immer wichtiger
„Neben der Stabilität der Werkzeugmaschine spielt aufgrund der immer größer werdenden Bauteile, nicht nur für Windkraftanlagen, das Handling der Werkstücke ebenso eine zunehmende Rolle wie die Minimierung der Anzahl der Aufspannungen“, weiß Thomas Ulrich, Vertriebsleiter der Union Werkzeugmaschinenfabrik GmbH in Chemnitz. Dieser Trend zu größeren Werkstücken war für Union Anlass, die Fahrständer-Bohrwerke PR 200/250 zu entwickeln. Außer der Vergrößerung des Spindeldurchmessers von derzeit 160 auf maximal 250 mm bietet die Maschine auch eine deutliche Erhöhung der Antriebsleistung auf 130 kW und des verfügbaren Drehmomentes auf 17 000 Nm. Es können Werkstücke bis zu 8000 mm Höhe und 250 t Gewicht bearbeitet werden.
Schweres Schruppen und ultrapräzise Finishbearbeitung auf einer Maschine
Die Eilganggeschwindigkeiten dieser neuen Maschinenbaureihe betragen bis zu 25 m/min. „Einzigartig ist die Möglichkeit, mit der Maschine sowohl schwere Schrupp- als auch ultrapräzise Finishbearbeitung durchführen zu können“, rückt Ulrich die Vorzüge des neuen Fahrständer-Bohrwerks ins rechte Licht. Erreicht wird das durch hydrostatische Führungen in den Achsen X, Y und Z.
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