Antriebe und Steuerungen Produktion läuft bei Fanuc wieder am Anschlag
Bei Fanuc Ltd. in Japan läuft die Produktion von CNC und Servomotoren wieder auf Hochtouren: Mit einer 100%igen Kapazitätsauslastung versuchen die Japaner, der wachsenden Nachfrage – vor allem aus Asien – gerecht zu werden. Die Pläne des Unternehmens erläutert Fanuc-CEO Yoshiharu Inaba.
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Herr Inaba, welche Strategie verfolgen Sie bei der Automatisierung Ihrer Fabriken?
Inaba:Unsere Produktionsstätten befinden sich ausschließlich in Japan. Als Unternehmen der Fabrikautomatisierung und Hersteller von Robotern müssen wir beweisen, dass der Einsatz von Robotern Kosten senkt und auch Unternehmen in Hochlohnländern damit im internationalen Wettbewerb florieren können. Wir benutzen so viele unserer Roboter wie möglich. In unseren Fabriken beschäftigen wir etwa 500 Mitarbeiter. 1400 Roboter kommen zum Einsatz. Zukünftig soll nur die Zahl der Roboter noch weiter steigen.
Vor ein paar Jahren hatten Sie erwartet, dass der Markt für Roboter durch eine Kopplung mit Werkzeugmaschinen rasant an Fahrt aufnehmen wird. Was ist daraus geworden?
Inaba: Es dauert doch länger als wir angenommen haben. In unserer Hausausstellung haben wir eine Weiterentwicklung zwischen einer CNC und einem Roboter in diesem Jahr gezeigt. Selbstverständlich verbessern wir die Software und die Funktionen ständig. Mit Erfolg: Der Betrieb wird immer einfacher.
Wie viele Roboter verkaufen Sie in diesem Bereich?
Inaba: Derzeit noch nicht so viele. Aber die Kunden verstehen die Vorteile einer Kopplung von Werkzeugmaschinen und Robotern immer besser. In unserer eigenen Produktion haben wir schon viele derartige Systeme in Zusammenarbeit mit den wichtigsten Werkzeugmaschinenbauer installiert. Dies ermöglicht eine bis zu 720 Stunden mannlose Fertigung in unserer Zerspanung.
Ist das auch ein Konzept für Märkte außerhalb Japans?
Inaba:Ja. Viele Maschinenbauer in anderen Ländern sind daran interessiert. In China zum Beispiel gibt es einen Mangel an Arbeitskräften in den Küstenregionen, weil derzeit besonders die Inlandregionen entwickelt werden. Daher gibt es an der Küste chinesische Hersteller, die an solchen Roboterlösungen interessiert sind.
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