Vernetzte Maschinen

Produktivitätssteigerung durch digitale Vernetzung

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Welche konkreten Umsetzungen gibt es in der Trumpf-Anlagentechnik?

Wir entwickeln in der Tat ständig Innovationen auf Anlagenebene bis hin zu ganz neuen Maschinenkonzepten. Wichtig ist im Zusammenhang mit der digitalen Vernetzung aber eine ganzheitliche Betrachtung: Viel stärker als früher haben wir heute die vor- und nachgelagerten Prozesse im Blick, in denen erwiesenermaßen das größte Optimierungspotenzial liegt.

Um genau das greifbar zu machen, haben wir Beispiel-Cases für unsere Kunden und Mitarbeiter geschaffen, etwa unsere „Produktionseinheit Blech“, die – vergleichbar einem Kundenunternehmen – auf Trumpf-Maschinen Blechteile fertigt. Diesen Bereich haben wir in den letzten Monaten zu einer Pilotfabrik umfunktioniert, in der wir viele Bausteine aus unserer Lösungswelt namens Tru Connect und Axoom intensiv nutzen und weiterentwickeln. Wir haben dort ein leistungsfähiges MES aus dem Tru Connect-Baukasten eingeführt. Als Herz der Produktionsplanung wertet es Maschinenzustände aus und ermöglicht über Handhelds eine papierlose Fertigung mit interaktiven Begleitdokumenten. Auch die Themen Feinplanung und Intralogistik optimieren wir Richtung Industrie 4.0, um fehleranfällige Routineaufgaben zu automatisieren.

Eben erwähnt habe ich Tru Connect – so nennen wir die Industrie-4.0-Angebote von Trumpf. Wichtige Bausteine sind erstens Prozessberatungen, von Schnupperstunden bis hin zu einwöchigen Intensivberatungen. Zweitens liefern wir natürlich Maschinen mit den passenden Schnittstellen, mit einer Vielzahl von Assistenzsystemen auf Sensorbasis und mit der Fähigkeit, über den Auftrag von Industriecodes für Rückverfolgbarkeit und Datenintelligenz zu sorgen. Drittens gehört Software dazu, beispielsweise Tru­Tops Fab für die Fertigungssteuerung. Zunehmend an Bedeutung gewinnen auch unsere datenbasierten Dienstleistungen wie die Condition Based Services in der Lasertechnik. Und nicht zuletzt sind unsere Partner ein wesentlicher Baustein, allen voran die Geschäftsplattform Axoom.

Wie nehmen die Kunden diese Anlagenkonzepte an?

Der Bedarf an Informationen, aber auch an konkreten Lösungen ist enorm. Das hat nicht zuletzt unsere Hausmesse Intech im April gezeigt, bei der mehrere Tausend Kunden unsere Demonstrationen und Umsetzungen von Tru­Connect mit riesigem Interesse aufgenommen haben. Software und Beratungen waren die Bereiche, die den höchsten Nachfragezuwachs verzeichnen konnten. Und so geht es seitdem weiter, weshalb wir auch auf der Euro­blech stark auf das Thema setzen werden. Wir glauben, dass es wichtig ist, bei einem abstrakten Thema wie Industrie 4.0 voranzugehen, konkret zu werden und dabei so kundennah wie möglich zu agieren. Trumpf und andere große Player auf diesem Gebiet müssen zeigen, wohin die Reise geht. Das erwarten die Kunden von uns.

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