Torsteuerungen Programmierung der Industrietore in BedienerhöheIndustrietore in Bedienerhöhe programmieren

Autor / Redakteur: Reinhold Schäfer / Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Verbessert hat Teckentrup seine Steuereinheiten und Antriebe für Industrietore. Die Programmierung und Einstellung erfolgt nicht mehr auf der Leiter, sondern bequem vom Boden aus. Die Steuerungen liegen geschützt vor Staub und Strahlwasser in einem einteiligen Alu-Druckguss-Gehäuse.

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Kaum ein Tor wird heute noch von Hand geöffnet – deshalb gibt es eine breite Palette an Steuerungen und Antrieben für die automatische Torbedienung. Die Wahl des Antriebs orientiert sich an der Zahl der täglichen Öffnungszyklen, Steuerungssysteme werden abhängig von der Anzahl der Personen gewählt, die ein Tor bedienen. Weitere Faktoren sind Nutzart und Sicherheitsanforderungen. Um den Komfort an der Tür zu erhöhen, werden jetzt die gesamten Steuereinheiten der Teckentrup GmbH & Co. KG in Verl in Bedienhöhe montiert (Bild 1). Der Handwerker muss nun nicht mehr umständlich auf die Leiter steigen, um das Tor einzustellen und den Antrieb zu programmieren.

Totmann-Steuerungen genügen bei wenigen Torbewegungen

Wird ein Tor nur selten bewegt, genügen so genannte Totmann-Steuerungen (wie beispielsweise die AS 100 Totmann, Bild 2). Dabei muss der Drucktaster gedrückt bleiben, sonst stoppt das Tor sofort. Beim Impulsbetrieb (als Beispiel sei die AS 210 von Teckentrup genannt) genügt ein kurzes Antippen des Knopfs oder der Fernbedienung, um das Tor zu starten. Dazu gehört eine Automatik-Stopp-Funktion, wenn das Tor auf ein Hindernis trifft: Eine in der Bodensektion integrierte Lichtschranke erkennt das Hindernis.

Mehr Komfort bietet laut Hersteller die Steuerung CS 300 Impuls (Bild 3). Sie lässt sich über drei Tasten und das LCD einfach programmieren – insbesondere die Position der Endlagen des Tors (geöffnet/geschlossen). Das umständliche Einstellen direkt am Antrieb (also an der Welle) entfällt. Optional steht eine Rot- oder Grün-Ampel-Schaltung zur Verfügung – zum Beispiel für Tiefgaragen. Ebenso kann für schnell laufende Tore ein Frequenzumrichter (mit Sanft-Anlauf und Sanft-Stopp) eingesetzt werden.

Steuereinheit MS 410 für Gegenverkehrssteuerung konzipiert

Die mikroprozessorgesteuerte Steuereinheit MS 410 von Teckentrup (Bild 4) ist für Gegenverkehrssteuerung konzipiert, wie sie unter anderem in Tiefgaragen mit Fahrbahnregelung zum Einsatz kommt. Auch sie lässt sich einfach programmieren und meldet sogar eventuelle Fehler, so der Hersteller. Alle Komponenten sind vorverdrahtet ausgerüstet. So erfolgt die Stromversorgung der Steuerungen über den CEE-Stecker.

Die Antriebe liegen geschützt vor Staub und Strahlwasser in einem einteiligen Alu-Druckguss-Gehäuse (Schutzklasse IP65). Serienmäßig gehört ein Kabelkanal vom Antrieb zur Steuerung dazu. Die Montage ist laut Hersteller auch nachträglich möglich, weil bei allen Sektionaltoren die Wellen generell überstehen, so dass auf beiden Seiten Platz für den Antrieb ist. Somit muss die Einheit nur auf die Welle gesetzt werden – links oder rechts.

Bei Rolltoren werden Aufsteck- oder Kettenantriebe eingesetzt. Der Aufsteckantrieb TAR verfügt über eine integrierte Fangvorrichtung als Absturzsicherung.

Zum Standard-Zubehör gehören Handsender zum Öffnen und Schließen. Alternativ können Lichtschranken oder Induktionsschleifen, Schlüsseltaster oder Bewegungsmelder mit dem Tor verbunden werden.

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