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Oft gibt es eine Vielzahl von echten oder vermeintlichen Gründen, diese Waren auf Lager zu halten. Es gilt daher genau abzuwägen zwischen den durchaus berechtigten Interessen des Vertriebs, der am liebsten jeden nur denkbaren Artikel bevorraten möchte, und den Anliegen des Working Capital Management auf Reduzierung der Kapitalbindung.
Intelligente Einkaufssysteme können Vorräte senken
Oft können auch intelligente Einkaufslösungen wie Kommissionsläger oder eine Eil- oder Just-in-Time-Belieferung das Vorratsvermögen verringern. Allerdings sind die mit solchen Lösungen verbundenen Kosten mit möglichen Einsparungen gegenzurechnen. Durch einen bedarfsoptimierten Beschaffungsprozess kann die Kapitalbindung weiter gesenkt werden. Bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen kann unter Zuhilfenahme der Formel zur Optimierung der Bestellmengen eine deutliche Verringerung der Vorratsbestände erreicht werden.
In der Produktion können durch eine verbesserte Synchronisation der Fertigungsschritte die Durchlaufzeit verkürzt, Zwischenlager vermieden und damit eine nachhaltige Senkung der Kapitalbindung erreicht werden.
Hoher Forderungsbestand bindet viel Kapital
Ein weiterer Grund für eine überhöhte Kapitalbindung ist ein nicht betriebsnotwendiger Forderungsbestand. In der Praxis weist das Forderungsmanagement häufig Mängel bei der Realisierung von Forderungen auf. Ebenso kontrolliert es die Einhaltung der Zahlungsziele oft nicht ausreichend.
Dies können ein verbessertes Mahnwesen und wirksamere Bonitätsprüfungen optimieren. Außerdem können Anreize wie Skonti die Zahlungsgeschwindigkeit von Kunden erhöhen. Auch Factoring kann die Kapitalbindung seitens der Forderungen nachhaltig senken.
Darüber hinaus ist ein hoher Bestand schwer- oder uneinbringlicher Forderungen aber häufig ein Indikator für operative Schwächen, wie zum Beispiel Qualitätsmängel in der Produktion, Schwächen in der Reklamationsbearbeitung oder eine große Zahl nicht abgeschlossener Aufträge.
Lieferantenskonto oft besser als verlängerte Zahlungsziele
Die Verbindlichkeiten lassen sich durch Verhandlungen mit den Lieferanten ebenfalls optimieren. Dabei stehen die Verlängerung von Zahlungszielen oder die Optimierung gewährter Skonti im Mittelpunkt.
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