Suchen

Energieeffizienz

Pumpen bieten großes Stromsparpotenzial

| Autor/ Redakteur: Christoph P. Pauly / Stéphane Itasse

Steigende Strompreise lassen produzierenden Unternehmen in Deutschland keine andere Wahl als konsequentes Energiesparen. Ein knappes Drittel des gewerblichen Stromverbrauchs entfällt auf den Antrieb von Pumpenmotoren – die benötigte Energiemenge lässt sich jedoch deutlich reduzieren.

Firmen zum Thema

Bild 1: Anwender können mit dem Pumpenauslegungsprogramm KSB Easy Select Pumpensysteme auslegen und optimieren.
Bild 1: Anwender können mit dem Pumpenauslegungsprogramm KSB Easy Select Pumpensysteme auslegen und optimieren.
(Bild: KSB)

Ob die Pumpen in der Prozesstechnik, für Kühlsysteme, für den Transport chemischer Flüssigkeiten oder die Wasserversorgung eingesetzt werden: Das Thema Energieeffizienz ist vor allem für Betreiber ein Dauerthema, denn sie geben mittlerweile fast jeden zweiten Euro der Lebenszykluskosten für Energie aus. Die Kosten für Investition und Installation betragen dagegen nur maximal 15 %.

Während große, leistungsstarke Pumpen in der Regel mit Blick auf die Lebenszykluskosten ausgelegt und gekauft werden, zählen bei einer großen Anzahl der kleinen Pumpen lediglich die Investitionskosten. Auch die Europäische Kommission versucht durch ehrgeizige Einsparziele, den Energieverbrauch zu senken.

Bildergalerie

Bildergalerie mit 5 Bildern

EU macht Druck für mehr Energieeffizienz bei Pumpen

Nach und nach hat man in Brüssel deshalb Effizienzvorgaben für Heizungsumwälz-, Wasser- sowie Abwasserpumpen erstellt. Es ist geplant, für alle Pumpentypen und Anwendungen verbindliche Wirkungsgrade vorzuschreiben. Es gibt aber keine einzelne für alle Anwendungen passende Lösung, um das wirtschaftliche Potenzial eines Pumpensystems auszuschöpfen. Grundsätzlich gibt es vier verschiedene technische Möglichkeiten, mit denen man den Energiebedarf von Pumpensystemen mindern kann.

Das hydraulische Optimieren einer geplanten Anlage beginnt mit der richtigen Auslegung der Pumpe, um einen häufig auftretenden Fehler – das Überdimensionieren – zu vermeiden. Eine große Bedeutung kommt dabei Pumpenauslegungsprogrammen zu (Bild 1). Der Anwender erhält mit ihnen Zugriff auf Experten-Know-how. Er kann damit ein Pumpensystem unter kaufmännischen sowie technischen Parametern auslegen und auswählen. Spezielle EDV-Tools aus der Praxis helfen ihm, auch Details zu beachten. Der Planer kann beispielsweise mit einem Baustein sein Rohrleitungsnetzwerk kalkulieren. Kriterien wie Preis und Wirkungsgrad werden genauso berücksichtigt wie Energiekosten.

Eine Pumpe mit einem auf den Betriebspunkt angepassten Laufrad (Bild 2 – siehe Bildergalerie) kann im Gegensatz zu einer Pumpe, die aus kommerziellen oder fertigungstechnischen Gründen mit festgelegtem abgestuften Laufraddurchmesser eingesetzt wird, eine Energieersparnis von durchschnittlich 10 % erreichen, da die Pumpenleistung dem Bedarf der Anlage angepasst ist.

Gerät überwacht energieeffizienten Betrieb von Kreiselpumpen

Eine Kreiselpumpe arbeitet im optimalen Bereich, wenn die Anlagenkennlinie die Pumpenkennlinie schneidet und die Pumpe dabei ihren besten Wirkungsgrad erreicht. Ein wirtschaftlicher und damit energieoptimierter Betrieb ist jedoch nur innerhalb bestimmter Grenzen gegeben.

Um zu erkennen, ob eine Pumpe wirtschaftlich arbeitet oder nicht, eignen sich preiswerte Überwachungseinheiten für Pumpen, wie das von KSB entwickelte „Pump-Meter“ (Bild 3). Das Gerät besteht aus Drucksensoren sowie einer Auswerte- und Anzeigeeinheit. Es erfasst die Größen Saugdruck, Enddruck, Differenzdruck sowie Förderhöhe. In der typischen Kennliniendarstellung bekommt der Betreiber den Bereich angezeigt, in dem die Pumpe betrieben wird.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 34753410)