Edur-Pumpenfabrik Pumpenaudit sorgt für höhere Energieeffizienz
Das Bewusstsein zum Energiesparen ist überall angekommen. Wirtschaftliche Notwendigkeit und politischer Druck durch die EuP-Richtlinien haben dazu geführt, dass in sämtlichen industriellen Bereichen Energieverschwender durch energiesparende Systeme ersetzt werden. Weil Pumpen zu den Hauptverbrauchern industriellen Stroms gehören, liegen hier auch die Hauptaktivitäten.
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Pumpenaudits bestehender Pumpensysteme haben spektakuläre Einsparungserfolge von bis zu 90% aufgezeigt. Damit amortisieren sich die ergriffenen Maßnahmen sehr schnell. Allerdings sind auch Negativbeispiele bekannt, in denen Unkenntnis zu Fehlallokation führte und damit das Gegenteil erreicht wurde. So ist etwa die bloße Installation von Frequenzumrichtern ohne Analyse des Systemumfelds kein Garant für Einsparungen.
Energieeffizienz des gesamten Pumpensystems betrachten
Wie aber kann das Einsparpotenzial gehoben werden? Europäische Energiesparprojekte verfolgen den Produktansatz. Mithilfe von EuP-Richtlinien wird die Energieeffizienz etwa von Wasserpumpen festgeschrieben. Damit verschwinden mittelfristig Produkte mit schlechtem Wirkungsgrad vom Markt.
Das ist verantwortungsbewusst, aber nicht ausreichend. Pumpen sind stets Teil eines Gesamtsystems. Falls nur eine Komponente und auch die nur unter Energieeffizienzgesichtspunkten optimiert wird, kann sich kaum ein Gesamtoptimum einstellen. Zumindest theoretisch kann sich sogar eine Verschlechterung ergeben.
Sowohl bei der energetischen Auditierung bestehender als auch bei der Konzeption neuer Anlagen hat sich bei der Kieler Edur-Pumpenfabrik der Systemansatz bewährt (Bild 1).
Systembegehung im Rahmen eines Pumpenaudits
Ein Pumpenaudit führt bei vielen Begehungen zu dem Ergebnis, dass die Pumpe nicht in ihrem bestimmungsgemäßen Betriebspunkt arbeitet, sondern zu groß ausgelegt ist. Die Ursache ist menschlich: In der ursprünglichen Auslegungskette „Hersteller – Planer – Anlagenbauer – Betreiber“ arbeitet jede Stufe mit Sicherheitszuschlägen.
Zu große Pumpen sind aber Energieverschwender. Die Fehlauslegung kann sogar zu vorzeitigem Pumpenausfall führen. Sicherheitszuschläge sind daher zu streichen und stattdessen kleinere Pumpen einzusetzen, die allerdings Leistungsreserven für Fehler oder Bedarfsspitzen aufweisen sollten.
Pumpenaudit umfasst auch Rohrleitungen und andere Anlagenkomponenten
Die Begehung liefert nicht nur Informationen über überdimensionierte Pumpen, sondern über das gesamte Pumpensystem. Dazu gehört die Überprüfung der Rohrleitungsführung und der übrigen Anlagenkomponenten. Zu enge Rohrleitungsquerschnitte etwa ergeben hohe Strömungsgeschwindigkeiten und unnötige Druckverluste. Gleiches gilt für vermeidbare Rohrbögen.
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