Edur-Pumpenfabrik

Pumpenaudit sorgt für höhere Energieeffizienz

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Ebenso sind die Widerstände von Filtern, Absperrorganen, Messeinrichtungen und anderen flüssigkeitsdurchströmten Anlagenteilen zu minimieren. Auch ist deren Notwendigkeit zu hinterfragen. Insofern bietet das Pumpenumfeld bereits erhebliche Ansätze zur Energieeinsparung. Manchmal wird auch das ganze Anlagenkonzept in Frage gestellt. So substituieren Mehrphasenpumpen als dynamische Mischer Anlagen zur Gasanreicherung.

Energieoptimierte Pumpenanlage muss auch funktionieren

Bis hierher wurde unter energetischen Gesichtspunkten alles richtig und optimal gestaltet. Bloß: Die Anlage funktioniert nicht. An den Düsen wird nicht ausreichend Druck aufgebaut, die Kälteleistung stimmt nicht, oder Verbraucher werden ungenügend versorgt.

Eine Ursache kann die fehlende Berücksichtigung der Geschwindigkeitshöhendifferenz sein. Hierbei handelt es sich um Druckverluste in der Pumpe selbst, die nach DIN ISO 9906 zur Pumpenförderhöhe zählen, (manometrisch) der Anlage aber nicht zur Verfügung stehen. Besonders hoch sind diese Verluste immer dann, wenn die Strömungsgeschwindigkeiten in den Druckstutzen zu groß werden.

Diese Pumpenverluste lassen sich nur durch Pumpen mit ausreichend dimensionierten Stutzennennweiten vermeiden. Edur hat aus diesem Grund den Normbaugrößen die Baureihe NUB (Bild 2) gegenübergestellt, die über große Nennweiten verfügt und damit niedrige Strömungsgeschwindigkeiten und in der Folge vernachlässigbare Verlusthöhen aufweist. Damit entfallen dann natürlich auch die sonst notwendigen Reduzier- oder Erweiterungsstücke zum Einbau der Pumpe.

Wirkungsgrade ausschließlich konstruktionsbedingt

Die Pumpenwirkungsgrade sind ausschließlich konstruktionsbedingt. Letztendlich geht es darum, die internen Reibungsverluste zu minimieren. Wichtige Regeln sind:

  • ein bestimmtes Verhältnis zwischen Laufradaustritts- und -eintrittsdurchmesser,
  • Minimierung der Flüssigkeitsreibung zwischen Laufraddeckscheiben und Gehäusewandungen,
  • Begrenzung des Laufraddurchmessers und
  • ausreichend dimensionierte Stutzennennweiten.

Anders als bei Spiralgehäusepumpen hat Edur all diese Konstruktionsgrundsätze in den Leitschaufelpumpen umgesetzt und erreicht daher sehr hohe Wirkungsgrade. Darüber hinaus weisen die offenen Laufräder einen vernachlässigbaren Achsschub auf. Die Leiteinrichtungen kompensieren ebenfalls die Radialkräfte.

Energieeffizienz in der Konstruktion verlängert auch Pumpen-Standzeiten

Neben der Energieeffizienz ist eine Standzeitverlängerung die Folge. Insbesondere im Vergleich zu einstufigen Spiralgehäusepumpen mit großem Laufraddurchmesser lassen sich Wirkungsgradverbesserungen von bis zu 30% erzielen, wenn stattdessen auf mehrstufige Pumpen ausgewichen wird. Auch in anderen Fällen sollte der eingesetzte Pumpentyp immer hinterfragt werden, statt nur Wirkungsgrade von Pumpen des gleichen Typs zu vergleichen.

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