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Unter Berücksichtigung dieser Herausforderungen – ohne andere dabei vernachlässigen zu wollen – kann sehr einfach die Grundanforderung an ein modernes, von Lieferanten verantwortetes C-Teile-Management definiert werden: Ein Bewirtschaftungskonzept für C-Teile soll dem produzierenden Unternehmen den Freiraum für seine Kernkompetenz – der Entwicklung, Produktion und Vermarktung seiner Produkte – geben und die Fachleute nicht mit unnötigen Prozessen belasten.
Ein geeigneter Service-Partner für C-Teile muss zwingend sicherstellen, dass die hierfür benötigten Materialien immer und überall in der gewünschten Qualität, in der ausreichenden Menge und zum definierten Zeitpunkt zur Verfügung stehen, unabhängig davon, in welchem Prozess, welchem Land und welcher Warengruppe wie auch unbeeinflusst von technischen oder strukturellen Veränderungen in der Fertigungsstruktur des Industrieunternehmens.
Der Bedarf des Kunden steuert alle nachgelagerten Prozesse
Auf Basis dieser Anforderungen wird deutlich, dass ein solcher Partner ein Höchstmaß an Prozesssicherheit, Transparenz sowie ein breites Spektrum an Lösungen abbilden muss. Grundlage hierfür kann nur ein lückenloser Kreislauf sein (Bild 1), wie er zum Beispiel in der Organisation des Logistikzentrums der Würth Industrie Service in Bad Mergentheim nachzuvollziehen ist.
Der Bedarf beim Kunden – in diesem Fall basierend auf einem barcodierten, normierten Kanban-Behälter – steuert alle nachgelagerten Prozesse im europäischen Logistikzentrum des C-Teile-Lieferanten. Hierbei liegt der Fokus aller Prozesse und der daran beteiligten Personen auf der absoluten Präzision in der Liefersicherheit, der fehlerfreien Kommissionierung (Bild 2) und einer punktgenauen Aus- und Anlieferung an die Fertigungslinie des Kunden durch spezialisierte Servicemitarbeiter.
Dieser Fokus darf bei einem Partner für das C-Teile-Management nicht nur in der Logistik liegen, sondern muss von allen Fachbereichen, wie zum Beispiel dem Einkauf, der EDV, aber auch von den kundenspezifischen Mitarbeitern im Vertriebs-innendienst gelebt und mit Präzision umgesetzt werden.
Welches Kanban auch immer: Der Kreislauf muss transparent sein
Es ist dabei unerheblich, für welche Liefersystematik die Materialwirtschaft des Unternehmens sich entschieden hat. Unabhängig davon, ob der C-Produkt-Service-Partner nun ein elektronisches Kanban, eine RFID-Lösung, ein klassisches Behälter-Kanban (Bild 3) oder eine andere der unzähligen Varianten implementiert hat, bleibt nur eines wichtig: Es muss ein geschlossener, transparenter Kreislauf abgebildet werden. Unternehmen, die diese Dienstleistung anbieten, sollten als Grundlage hierfür den eigenen Prozessen die Versorgungssicherheit des Kunden als oberste Maxime auferlegen.
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