Dichtungen Radialwellen-Dichtringe haben eine große Wirkung

Autor / Redakteur: Jürgen Kurth / Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Undichte Stellen an Wellenlagerungen können zum Ausfall kompletter Maschinen oder gar Anlagen führen. Um das zu vermeiden, gibt es unterschiedliche Radialwellen-Dichtringe, die auf die jeweilige Industriebranche abgestimmt sind. In den Ringen steckt das Wissen von Wälzlager-, Dichtungs- und Werkstoffexperten.

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Bild 1: Abgestimmt auf die unetrschiedlichen Einsatzfälle sollen Radialwellendichtringen undichte Stellen an Wellenlagerungen verhindern.
Bild 1: Abgestimmt auf die unetrschiedlichen Einsatzfälle sollen Radialwellendichtringen undichte Stellen an Wellenlagerungen verhindern.
(Bild: SKF)

Im Prinzip bestehen die einbaufertigen Dichtelemente (Bild 1) aus einem Versteifungsring, dem gummierten Außensitz, einer elastischen Membran und der darin angebundenen Dichtkante sowie einer ringförmigen Schraubenzugfeder (Bild 2). Was nach einer recht simplen Konstruktion klingt, beinhaltet in Wirklichkeit eine Menge Know-how. Denn die geradlinig umlaufende Dichtkante mit asymmetrischen Kontaktwinkeln zwischen Schmierstoff- und Luftseite muss zum Beispiel Rundlaufabweichungen zum Trotz dafür sorgen, dass die Dichtwirkung stets erhalten bleibt (Bild 3).

Zugfeder sorgt auch für die Anpresskraft der Dichtkante

Darum hat SKF die Dichtlippe in Form einer Membrane und die Zugfeder so aufeinander abgestimmt, dass die Dichtung auch relativ hohe Rundlauf- und Koaxialitätsabweichungen kompensieren kann. Die Zugfeder gewährt dabei gleichzeitig die Anpresskraft der Dichtkante. Die Radialwellen-Dichtringe der Reihe HMSA10 wurden von SKF zudem mit einer Schutzlippe ausgestattet, die die eigentliche Dichtkante zusätzlich vor Verschmutzung von außen schützt. Sie bildet einen engen Dichtspalt mit der Lauffläche und ist praktisch berührungsfrei. Unter dem Strich profitiert der Anwender also von einer höheren Zuverlässigkeit, ohne dass die Schutzlippe die Reibung beziehungsweise die Temperatur unnötig erhöht.

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