Phoenix Contact

Redundant aufgebaute Steuerung ist hoch verfügbar

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Das Leitsystem muss wissen, welche SPS prozessführend ist

Fällt eine Komponente wie die Steuerung aus, muss das Automatisierungssystem weiterhin bedienbar sein. Dazu muss das Leitsystem wissen, welche SPS prozessführend ist. Ferner ist es im Fehlerfall erforderlich, dass die Visualisierung innerhalb einer Sekunde umschaltet, sodass der Anwender den Prozess jederzeit manuell beeinflussen kann. Nicht zu vergessen ist, dass ein Redundanzsystem mehr als eine Visualisierung benötigt, um auch dort eine hohe Verfügbarkeit sicherzustellen.

Zur Lösung dieser Anforderungen muss die Intelligenz, die eine Umschaltung erkennt, in den OPC-Server verlagert werden. Er hält den direkten Kontakt zu den redundanten Steuerungspaaren und wird sofort über eine Umschaltung informiert. Die Schnittstelle des OPC-Servers zum Leitsystem unterscheidet sich in diesem Fall nicht vom OPC-Server im Single-Betrieb.

Anwenderprogramm muss in der Steuerungsebene abgeglichen werden

Auf der Ebene der Steuerung kommt dem Abgleich des Anwenderprogramms eine wichtige Funktion zu. Zu diesem Zweck müssen beide SPS über eine zusätzliche, unabhängige und leistungsfähige Schnittstelle miteinander kommunizieren. Im besten Fall wird das Interface aufgrund der teilweise großen Distanzen zwischen verteilten Steuerungen als Lichtwellenleiterverbindung ausgeführt. Über die leistungsfähige Schnittstelle ist garantiert, dass beide SPS stets auf das gleiche Prozessabbild und die gleichen internen Daten zugreifen. Dazu wird der gesamte Speicher der prozessführenden Steuerung nach jedem Task-Zyklus übertragen. Falls die prozessführende Steuerung ausfällt, kann die verbleibende Steuerung den Prozess so mit genau den gleichen Daten übernehmen. Über diese Verbindung erkennt der Anwender darüber hinaus ein Problem oder den Ausfall der Partnersteuerung (Bild 3).

Die redundanzfähige SPS von Phoenix Contact nutzt zudem den Vorteil, dass beide Steuerungen eine zusätzliche und somit unabhängige Schnittstelle beinhalten: Über dieses Interface wird die Profinet-Kommunikation betrieben. Sollte die Synchronisationsverbindung wegen eines Defekts unterbrochen sein, wird von der Steuerung keine Umschaltung veranlasst, sondern die noch zur Verfügung stehende Bandbreite der Schnittstelle zur weiteren Synchronisation verwendet.

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