Robotik

Remote-Laserbearbeitung mit dem Roboter verkürzt die Taktzeit

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Der Bediener erstellt oder importiert neue Nahtgeometrien und weist ihnen entsprechende Parametereinstellungen wie Schweißgeschwindigkeit, Leistungsrampen, Oszillation oder Defokussierung zu. Die einzelnen Scan-Figuren werden vom Scan-System auf das reale Bauteil projiziert, wo der Bediener sie wahlweise mit dem Handbediengerät des Roboters oder über die Bedienoberfläche der Robot-Sync-Unit genau positionieren kann.

Robot-Sync-Unit sorgt für räumlich-zeitliche Optimierung der Bewegungsabfolge

Um eine optimale Taktzeit zu erreichen, müssen zwei konkurrierende Ziele vereint werden: Der Roboter soll das Scan-System so schnell wie möglich über alle am Bauteil zu bearbeitenden Merkmale hinweg bewegen und gleichzeitig muss den Spiegelachsen gerade genug Zeit bleiben, die Scan-Figuren vollständig auszuführen, solange die Figuren im Arbeitsfeld des Scan-Systems liegen.

Die Scan-Systeme von Scanlab bieten einen ausgewogenen Arbeitsraum mit einer dynamischen 3D-Postionierung des Laserspots. Die Steuerung stellt zudem automatisierte Funktionen zur räumlich-zeitlichen Optimierung der Bewegungsabfolge zur Verfügung. Sie sorgt dafür, dass die sechs Freiheitsgrade der Roboterachsen und die drei Freiheitsgrade des Laser-Scan-Systems voll ausgenutzt werden und eine optimale Taktzeit erzielt wird.

Softwareunabhängiges Interlock-Signal signalisiert fehlerhafte Betriebszustände

Auch für Sicherheit und Überwachung ist gesorgt. Das eigens für das Remote-Schweißen entwickelte Scan-System Intelliweld für Laserleistungen bis 8 kW bietet ein integrales Sicherheitskonzept und Funktionen zur Laser- und Prozesskontrolle.

Es können alle wichtigen Zustandsgrößen des Scan-Systems in Echtzeit beobachtet werden, zum Beispiel Position und Geschwindigkeit der Spiegel, Versorgungsspannung oder die Temperatur einzelner Komponenten.

Ein softwareunabhängiges Interlock-Signal zeigt fehlerhafte Betriebszustände an. Die Steuerung von Blackbird überwacht diese Größen im Betrieb und stellt im Gefahrenfall eine automatische Notabschaltung sicher. Zudem werden alle prozessrelevanten Größen durch eine IO-Schnittstelle für übergeordnete Steuerungssysteme zur Verfügung gestellt.

* Dr.-Ing. Wolfgang Vogl ist Geschäftsführer der Blackbird Robotersysteme GmbH in 85748 Garching.

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