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Werkzeugmaschinen

Renault setzt weltweit auf deutsche Schleifmaschinentechnik

| Autor/ Redakteur: Claudia Wörner / Peter Königsreuther

Insgesamt 45 Junker-Schleifmaschinen hat die Renault-Gruppe momentan im Einsatz. Auch bei aktuell in der Entwicklung befindlichen Hybrid-Projekt (Locobox) vertraut man auf die Technik aus Nordrach. Lesen Sie, warum das so ist...

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Die Renault-Gruppe setzt bei der Fertigung von Hybridgetriebewellen im Rahmen des Projekts Locobox auf weitere Schleifmaschinen von Junker. 45 Junker-Anlagen hat der französische Autobauer weltweit bereits in Betrieb. Zwei Junker-Schleifsysteme nutzt Renault außerdem, um Referenzdaten für die globale Fertigung zu generieren. Hier ein Blick in den Arbeitsraum einer Quickpoint-Maschine bei der Hybridgetriebewellen-Fertigung.
Die Renault-Gruppe setzt bei der Fertigung von Hybridgetriebewellen im Rahmen des Projekts Locobox auf weitere Schleifmaschinen von Junker. 45 Junker-Anlagen hat der französische Autobauer weltweit bereits in Betrieb. Zwei Junker-Schleifsysteme nutzt Renault außerdem, um Referenzdaten für die globale Fertigung zu generieren. Hier ein Blick in den Arbeitsraum einer Quickpoint-Maschine bei der Hybridgetriebewellen-Fertigung.
( Bild: Junker )

Renault habe klar erkannt, dass Junker der richtige Partner ist, der die maßgeblichen Renault-Anforderungen bei diesen Anwendungen erfüllen könne. Mit dem Locobox-Großprojekt entsteht, wie es heißt, nun eine langfristige und starke Partnerschaft. Junker zeigt sein schleiftechnisches Maschinenbaukönnen außerdem auf der EMO Hannover 2019 in Halle 11 am Stand B78.

Sparsame Schleiftechnik für Hybridauto-Getriebewellen

Durch die weltweit ausgelöste Diskussion um die Frage des Antriebs der Zukunft und die signifikanten Steigerung der Absatzzahlen gewinnt das Hybrid-Projekt Locobox bei Renault zunehmend an Bedeutung, heißt es. Den Kern dieses Vorhabens stellt ein Hybridgetriebe dar, welches Verbrennungsmotor und Elektroantrieb effektiv kombiniert und in den meisten Automodellen der Renault-Gruppe zum Einsatz kommen soll. Renault stuft dieses Konzept als besonders wirtschaftlich ein, weil sich beide Antriebe simultan betreiben lassen und rekuperative (Energie rückgewinnende) Systeme eingesetzt werden.

An der Entwicklung und Produktion des Hybridgetriebes sind die Renault-Werke Cléon in der Nähe von Rouen und STA nahe Lille beteiligt. Dort kommen die Rundschleifmaschinen Quickpoint 3000 und Jumat 3000 zum Einsatz, wie Junker sagt. Quickpoint und Jumat stehen laut Junker in einer Linie für die Fertigung von Getriebewellen. Sie werden bei Renault von oben durch einen Zentrallader beladen und schleifen im Rahmen des Projekts drei unterschiedliche Hybridgetriebewellen-Typen.

Kurze Umrüst- und Taktzeiten sind gegeben

Bei Takt- und Umrüstzeiten sind die Vorgaben hoch. Olivier Gantier, Technischer Leiter für den Bereich Schleifen, erklärt: „Die Produktion leistet sehr hohe Stückzahlen mit einer geringen Zahl an Maschinenbedienern. Ein Mann betreut 10 Maschinen. Deshalb muss es möglich sein, innerhalb kürzester Zeit die Maschinen umzurüsten. Deshalb kommt ein manueller Schleifscheibenwechsel nicht in Frage.“

Die Junker-Maschinen erfüllen diese hohen Anforderungen. Dazu Gantier: „Die Maschinen ermöglichen kurze Umrüst- und Taktzeiten. Die erreichbare Qualität und die Präzision sind sehr hoch. Außerdem sind sie flexibel, denn wir können bis zu drei verschiedene Teile ohne Umrüsten schleifen.“ Weitere Entscheidungskriterien waren auch die langjährige Erfahrung, zuverlässige Lieferzeiten und die gute technische Unterstützung.

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Schleifmaschinenduo liefert Referenzdaten für ganz Renault

Als Global Player bietet Junker seinen Kunden landessprachliche Ansprechpartner – für Gantier ein weiterer Garant für effektive Zusammenarbeit: „Das ist für mich sehr wichtig. Denn die Renault-Gruppe hat ihre eigenen Spezifikationen und Vorgaben. Die Kommunikation muss einfach reibungslos klappen, und das geht in der Landessprache am einfachsten.“

Die Prototypenfertigung findet im französischen Hauptwerk Cléon statt. Für diesen Standort hat sich Renault die Zema Numerika G 1500 Plus und die Jucrank 6S 10-10 ausgesucht. Beide Maschinen liefern die Referenzdaten für die weltweite Serienfertigung, betont Junker. Die Ergebnisse bilden dann die Grundlage für die globale Produktion an anderen Standorten der Renault-Gruppe. Was die Junker-Referenzmaschinen leisten, ist folglich der Maßstab für die Fertigung im ganzen Konzern. Die Rundschleifmaschine Zema Numerika bearbeitet Flansch und Zapfen der Kurbelwellen mit Korundschleifscheiben in einer Einspannung. Und die Unrundschleif-Maschine Jucrank bringt in einem Arbeitsgang die Haupt- und Hublager mit CBN-Schleifscheiben auf Sollmaß.

Präzise Bearbeitungsergebnisse jetzt und in der Zukunft

Die Flexibilität in puncto Maschinenkönnen gehört zu den zentralen Anforderungen bei Renault. Zum Beispiel in der Prototypenentwicklung, wie Gantier präzisiert: „Bei Serienanlauf sind die Geometrien der Teile noch nicht genau festgelegt, das entwickelt sich weiter und darauf müssen wir mit den Maschinen reagieren können.“ Die Junker-Maschinen sind relativ anwendungsflexibel konzipiert und Änderungen können deshalb schnell umgesetzt werden. Das ist dem Technischen Leiter wichtig: „Die aktuellen Projekte für 3- und 4-Zylinder-Motoren müssen genauso bearbeitet werden können wie zukünftig einzuplanende Projekte von Renault“. Maxime Piquel, Seniormaschinenbediener mit 16 Jahren Erfahrung, bestätigt: „Sie sind einfach zu bedienen und bei Produktänderungen schnell anzupassen. Das erleichtert mir die Arbeit immens.“

Schnelle Hilfe bei Maschinenausfall

Weil bei Renault die Maschinen rund um die Uhr laufen, sind die Anforderungen an den Service und die Produktionssicherheit hoch. Junker bietet einen 24-Stunden-Premiumservice an allen 7 Wochentagen. Im Fall einer Reparatur oder Serviceanforderung ist das zentralen Ersatzteillager der Enabler, durch den jede Maschine wieder schnell einsatzbereit gemacht werden kann. Piguel resümiert: „Die Teams sind sofort verfügbar und sorgen schnell für Abhilfe. Diese kontinuierliche Einsatzbereitschaft und schnelle Reaktion bietet nicht jeder Maschinenhersteller. Das ist bei Junker etwas Besonders.“

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