Anbieter zum Thema
Bei der genauen Bestimmung des Luftverbrauchers ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Anlagenbauer und Pumpenhersteller gefragt. Auch in bestehenden Anlagen kann der exakte Luftbedarf am Verbraucher ermittelt und mit dem installierten Lufterzeuger verglichen werden, um mögliche Verluste zu ermitteln.
Drehzahlgeregelter Antrieb spart bis zu 50% der eingesetzten Leistung
Werden mehrere Luftverbraucher an einer Anlage oder mehrere Anlagen zentral durch einen Lufterzeuger versorgt, ist die Anpassung der erzeugten Luftmenge an den tatsächlichen Bedarf besonders wirtschaftlich. In der Regel werden nie alle Luftverbraucher mit vollem Bedarf gleichzeitig im Einsatz sein.
Die Regelung der erzeugten Luftmenge erfolgt durch einen frequenzgeregelten Antriebsmotor der Lufterzeuger. Auf diese Weise sind nicht selten Einsparungen von bis zu 50% der eingesetzten Pumpenleistung zu erzielen, da die erzeugten Saug- und Blasluftmengen mittels drehzahlgeregelten Lufterzeugern zu jedem Zeitpunkt an den tatsächlichen Bedarf angepasst werden. Auch bei zentralen Saug- oder Blasluftversorgungsanlagen ist die Anpassung der generierten Luftmengen an den tatsächlichen Bedarf die wirtschaftlichste Form zur Energieeinsparung (Bild 2 – siehe Bildergalerie).
Schwankt der Luftbedarf einer Anlage aufgrund unterschiedlicher Produkte, die hier hergestellt werden, bieten geregelte Lufterzeuger ebenfalls die höchstmögliche Energieeffizienz. Bei enger Abstimmung zwischen den Herstellern der Anlage und der Lufterzeuger können in vielen Fällen die entsprechenden Einstellungen des oder der Lufterzeuger für unterschiedliche Produkte sogar abgespeichert und bei Bedarf jederzeit wieder abgerufen werden. Neben der erzielten Energieersparnis können auf diese Weise Rüstzeiten drastisch verkürzt werden.
Effizienz der Abwärmerückgewinnung nicht überschätzen
Werden zur Erzeugung von Saugluft Ejektoren eingesetzt, die durch Druckluftkompressoren gespeist werden, wird häufig versucht, den niedrigen Wirkungsgrad der Ejektoren (10 bis 15%) zur Vakuumerzeugung durch die Rückgewinnung von Energie aus der Abwärme der Kompressoren zu kompensieren. Gleiches gilt für Prozesse, die direkt mit Druckluftkompressoren betrieben werden, obwohl nur Überdrücke < 2 bar benötigt werden. Dargestellt werden teilweise erzielbare Wirkungsgrade von bis zu 100%.
Hierbei wird häufig vergessen, dass industrielle Druckluft generell ein teures Medium ist. Zusätzlich sind Druckluftanlagen im Vergleich zu dezentralen Vakuumpumpen und Verdichtern meist viel wartungsintensiver. Wärmerückgewinnung ist somit der Versuch, unnötig produzierte Druckluft und damit verschwendete Energie zu einem geringen Teil zurückzugewinnen. Die Erzeugung von Wärme mittels einer konventionellen Heizung ist in jedem Fall deutlich günstiger.
Mehr über Energieeffizienz in der Industrie
* Ulrich Wilkesmann ist Geschäftsführer der Gebr. Becker GmbH in 42279 Wuppertal
(ID:26274810)