Roboter in der Anwendung Roboter dressiert feine Torten wie von Hand gemacht
Sie ist süß, berühmt und sieht gut aus. Außerdem schmeckt sie lecker, die Torte der Solothurner Konditorei Suteria. In der Backstube hilft ein Fanuc-Roboter bei der Zubereitung. Der automatisierte Bäckergeselle übernimmt die monotonen und auch kräftezehrenden Tätigkeiten.
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Die Idee, einen Roboter beim Tortenbacken einzusetzen, ist gar nicht neu. Und die Idee, einen Roboter für die Kuchenherstellung einzusetzen und das Dressieren zu automatisieren, ist noch älter. Denn als Manfred Suter, Inhaber der Solothurner Confiserie Suteria Chocolata AG, vor gut 30 Jahren meist vor Feiertagen nächtelang in der Backstube sozusagen Kraftsport mit dem Dressierbeutel ausübte, keimte in ihm bereits die Absicht, Abhilfe zu schaffen. Über die Jahre verfolgte er diverse mechanische Ansätze einer Automatisierung. Anleihen bei der Mechanik eines Grammophons blieben in Anfängen stecken. Die Anstrengung blieb, die Löhne stiegen weiter.
Fanuc-Roboter von Anfang an in der Konzeption dabei
Während eines Jazz-Konzerts lernte Suter dann den Ingenieur Ernst Ramseyer kennen, der für die Herstellung des Tête-de-Moine-Käses eine Maschine zum Salzen der runden Käselaibe entwickelt hatte. Suter griff das Thema auf und interpretierte die Lösung auf seine Weise – dank Adrian Albiez, Automatisierungsspezialist und Inhaber der damaligen Altron Systems AG in Neuhausen am Rheinfall. Ein Fanuc-Roboter war schon Teil des ersten Lösungsvorschlages für den Konditoreieinsatz, er löste die Aufgabe und durfte fortan das Dressieren der Japonaismasse für den Kuchen übernehmen – bei der Solothurner Torte mit gemahlenem Haselnussgemisch.
Die „Original Solothurner Torte“ wird nach einem Rezept produziert, das 2015 hundert Jahre alt wird. Die Torte ist ein Verkaufsschlager der Suteria Chocolata AG, Solothurn. Das zweite Hauptprodukt sind „Champagner Truffes“. Für beide traditionellen Spezialitäten gab es bei der Swiss Bakery Trophy 2010 im Wettbewerb mit 1400 anderen Produkten zwei Goldmedaillen.
Die monotone und kräftezehrende Arbeit erledigt der Roboter
An diesem Erfolg hat ein LR-Mate-Roboter von Fanuc mitgewirkt. Der Beitrag des Roboters zur fertigen Torte ist bescheiden, die Begründung für seinen Einsatz jedoch geradezu „klassisch“: Der Roboter erledigt eine monotone und überdies sehr kräftezehrende Arbeit. Vorbilder für den Einsatz gab es nicht. Aber, so Michael Brüderli: „Unser Geschäft hat ein so großes Volumen angenommen, dass wir sorgfältig mit unseren Ressourcen umgehen müssen.“ Der CEO ist selbst gelernter Konditor und Chocolatier und hat nach seiner Lehre bei der Suteria über mehrere Jahre Erfahrungen in unterschiedlichen Abteilungen beim weltweit größten Schokoladenproduzenten gesammelt und sich weitergebildet. Seit drei Jahren ist er zurück in Solothurn.
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