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Diskutiert wird eigentlich allenfalls der Umfang der Automation. Wie bei Kuka sieht man den Knackpunkt der Überzeugungsarbeit oft an einer Stelle: Sobald der Betreiber wirklich rechnet, fällt das Ergebnis meist eindeutig für eine flexible Automation aus. So kann man für eine „Light-Out-Schicht“, neben einer oder zwei bemannten Schichten, sicher viele Betreiber begeistern. Tagelange Rund-um-die-Uhr-Modelle stellen die Logistik vor Herausforderungen.
Hersteller wollen ihre Roboter für möglichst viele Maschinen attraktiv machen
Ihre Roboter für möglichst viele Maschine attraktiv zu machen, ist das Bestreben der Roboterhersteller und ihrer Systempartner. Zeitgleich hatten im vergangenen Jahr Yaskawa (mit Siemens) und Stäubli eine Lösung vorgestellt. „Offen für alles“, heißt es bei Stäubli Robotics. Dank der Softwarelösung Unival Drive. Das Unternehmen hatte diese Lösung auf der vergangenen Automatica vorgestellt. Diese Entwicklung biete eine Menge Entwicklungspotenzial, ist Manfred Hübschmann, Geschäftsführer der Stäubli Tec-Systems GmbH in Bayreuth, überzeugt: „Mit Unival Drive erschließen wir unseren Robotern ein noch breiteres Einsatzspektrum. Außerdem kommen wir dem Wunsch vieler Anwender nach einer offenen Schnittstelle zu deren Steuerungen nach.“ Dank des Echtzeit-Tools werde die Integratioon von Stäubli-Robotern erleichtert, heißt es. „Die Zeiten, in denen Programmierer mit zwei unterschiedlichen Steuerungen für Anlage und Roboter arbeiten müssen, sind vorbei“, betont Hübschmann den Nutzen.
Yaskawa hatte zur Messe Automatica eine zusammen mit Siemens entwickelte Lösung vorgestellt, wie mit der Steuerung einer Werkzeugmaschine auch der an dieser Maschine arbeitende Roboter gesteuert werden kann. So wurde eine offene Yaskawa-Schnittstelle geschaffen, die eine einfache Roboteranbindung sowohl für bestehende als auch für neue Werkzeugmaschinen ermöglicht.
Lösungen müssen Betreiber und Anlagenbauer Nutzen versprechen
Vergleichsweise einfach hat es da Fanuc. Schon bislang basieren die CNC-Steuerungen 30/31/32iA und der Robotercontroller R-J3iC und R-30iA auf der gleichen Hardwarekonfiguration. So ist es kaum erstaunlich, dass die Automation sowohl der eigenen Werkzeugmaschinen als auch der Kunststoffmaschinen problemlos erfolgt.
„Die Fanuc-Lösung haben wir bei diversen Kunden getestet“, signalisiert Jürgen Barth, Key Account Manager für den Bereich Werkzeugmaschinen bei der Fanuc Robotics Deutschland GmbH, die Funktionalität. Zwei Aspekte seien jedoch sicher: „Akzeptiert werden nur Lösungen, die möglichst beiden Seiten, Betreiber und Anlagenbauer, einen Nutzen versprechen. Und in den meisten Fällen wird die CNC-Steuerung die beherrschende Oberfläche sein“, so Barth.
Eine alternative, preiswertere Lösung ist es, von der CNC-Seite aus, über einen Internet-Explorer auf den Roboter zu gehen. Damit wird der Roboter gewissermaßen ferngesteuert. Das ist keineswegs Zukunftsmusik, sondern erprobte Praxis.
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