Roboterintegration Roboter und Werkzeugmaschine benötigen nur noch eine Programmieroberfläche
Werkzeugmaschinen sollen sich heute ohne viel Aufwand und dabei ergonomisch integrieren und bedienen lassen. Kuka Roboter und Siemens Drive Technologies haben jetzt erstmals eine Applikation gezeigt, die den Roboter bedien- und programmiertechnisch in die CNC-Sinumerik-Oberfläche integriert.
Anbieter zum Thema
Bei der Automatisierung von Werkzeugmaschinen muss heute die Integration von Industrierobotern in Bearbeitungszellen möglichst anwenderfreundlich gestaltet werden. So sollen sich vom Bediener vorzunehmende Modifikationen – zum Beispiel Nachrüstungen – entweder automatisch auf den Roboter auswirken oder wenigstens ergonomisch den Vorgaben der Maschinenbedienung folgen.
Darüber hinaus sollen alle zellenbezogenen Bedienhandlungen unter Einschluss des Roboters, gemäß dem Prinzip des „Single Point of Operation“, durch nur eine Bedieneinheit vorgenommen werden können. Dies schließt Interaktionen wie Bedienung im Normalfall, Freifahren, Teachen und Diagnose ein.
Werkzeugmaschinen- und Roboterprogramm parallel bedienen
Kuka Roboter und Siemens Drive Technologies stellten sich der Herausforderung, eine einfache und effiziente Umgebung anzubieten. Dafür hat Kuka die Funktionsbausteinbibliothek MX Automation entwickelt. Mit ihr wird der Bewegungsablauf des Roboters komplett in der CNC-Steuerung Sinumerik programmierbar.
Das bedeutet: Ohne besondere Kenntnisse der Roboterprogrammierung lässt sich das Roboterprogramm mit den Werkzeugen der SPS-Programmierung mit Step 7 von Siemens vollständig erstellen und soweit vorbereiten, dass seine Fertigstellung innerhalb der Sinumerik-NC-Zyklenprogrammierung erfolgen kann. Der Ablauf von Werkzeugmaschinenprogramm und Roboterprogramm lässt sich dann in parallelen Kanälen auf der Bedienoberfläche Sinumerik Operate verfolgen und bedienen.
(ID:389305)