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Gemeinsam steht Philipp Jatzkowski mit den zwei RWTH-Aachen-Forschern Christoph Greb,Institut für Textiltechnik, und Philipp Kosse,Werkzeugmaschinenlabor, WZL, im WZL-Robolab. Ein Roboter trägt einen spinnenförmigen Nadelgreifer. Im Zentrum des Greifers ist ein Kamerasystem integriert. Philipp Kosse erklärt das Konzept: „Durch die Integration des Kamerasystems greift der Roboter das Textil immer optimal. Egal wie das Textil im Ausgangzustand liegt, der Roboter legt das Textil mit der geforderten Faserorientierung und mit der geforderten Kantenausrichtung passgenau ins Formwerkzeug.“
Ziel ist die Reduktion des Materialeinsatzes an realen CFK-Bauteilen
Auf einem Beamer stellen die Forscher das Ergebnis einer aufwendigen Studie vor. Christoph Greb fasst das Ergebnis zusammen: „Zwei Wochen lang haben ein Werker und ein Roboter mit dem sensorgestützten Greifsystem dieselben Handling-Aufgaben für die Fertigung der textilen Verstärkungsstruktur eines Windkraftanlagen-Rotorblatts durchgeführt. Die Untersuchung zeigt, dass die Prozessfähigkeit durch das sensorgestützte Greifsystem gegenüber dem erfahrenen Werker um den Faktor zwei verbessert werden konnte.“
Im nächsten Schritt soll sich nun der sensorgesteuerte Greifer im Praxistest beweisen. Geplant ist die gezielte Reduktion des Materialeinsatzes an realen Bauteilen auf Grundlage der gesteigerten Prozessfähigkeit und der anschließenden Durchführung von Sicherheitstests.
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