Robotik Roboterhersteller Kuka sieht die Herausforderung in der General Industry

Redakteur: Rüdiger Kroh

„Die große Herausforderung für Kuka in den nächsten Jahren ist die General Industry”, erklärte Manfred Gundel, CEO der Kuka Roboter GmbH auf der Pressekonferenz während der Automatica 2012. Dort stellten die Augsburger ihre neue Kleinroboterserie KR Agilus mit Traglasten von 6 und 10 kg vor, mit der sie genau dieses Segment erobern wollen.

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Dr. Till Reuter, CEO der Kuka AG, erwartet in China eine zunehmende Automatisierung: „China ist kein Billiglohnland mehr.”
Dr. Till Reuter, CEO der Kuka AG, erwartet in China eine zunehmende Automatisierung: „China ist kein Billiglohnland mehr.”
(Bild: Kroh)

„Der Agilus ist ein wichtiger Roboter für unsere Strategie in der allgemeinen Industrie zu wachsen und in der Automobilindustrie die Nummer 1 zu bleiben”, betonte daher auch Dr. Till Reuter, CEO der Kuka AG.

Automatisierung von Werkzeugmaschinen bietet großes Marktpotenzial

Als Beispiel für das große Marktpotenzial in der allgemeinen Industrie nannte Gundel die Automatisierung von Werkzeugmaschinen. Demnach wurden 2011 weltweit 500.000 Werkzeugmaschinen verkauft, aber nur 6000 Stück (1,7 %) davon mit Robotern ausgestattet. „Wir schätzen das Potenzial auf 50 %”, meinte Gundel. In der General Industry wolle man zukünftig weltweit pro Jahr 1-%-Punkt an Marktanteil gewinnen. „Unser Ziel für 2017 ist ein Marktanteil von 15 %.”

Eine zunehmende Automatisierung erwartet Reuter in China aufgrund steigender Löhne – allein 2011 um rund 20 % – und höherer Qualitätsanforderungen. „China ist kein Billiglohnland mehr und wir wollen unsere führende Position in der Automobilindustrie in China nutzen, um dort auch in der allgemeinen Industrie zu wachsen.” Im vergangenen Jahr konnte Kuka seinen Absatz in China um 116% auf 2850 Knickarmroboter steigern. Damit hat man deutlich stärker als der Markt zugelegt, der um 55 % gewachsen ist und hält bei Knickarmrobotern einen Marktanteil von 16 %.

Roboter-Produktionskapazität in China soll ausgebaut werden

Erweitern will Kuka seine Produktionskapazität in China bis zum Jahresende von derzeit 2000 auf 5000 Roboter pro Jahr. „Insgesamt”, so Gundel, „werden wir 2012 unsere Kapazität auf über 20.000 Roboter erhöhen”. Mit einem Plus von 62 % auf 14.445 Knickarmroboter hat Kuka im vergangenen Jahr einen neuen Absatzrekord erzielt.

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