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Die Roboterportalanlage übernimmt das automatisierte Handling. Es umfasst Arbeitsschritte vom Einfördern der gegossenen Rohgehäuse über das Bedienen der Werkzeugmaschinen und der Waschstation bis zum Transport zum manuellen Prüfplatz. Wesentlicher Bestandteil des Transport- und Handlingsystems ist seine 26 m lange Linearachse.
An ihr verfährt ein hängend montierter fünfachsiger Gelenkarmroboter in Längsrichtung über die Bearbeitungslinie. Er be- und entlädt alle Maschinen von oben. Die Anlage fördert Werkstücke bis 150 kg Gewicht mit Verfahrgeschwindigkeiten in der Längsachse bis 3,3 m/s. Kombiniert mit der Positionswiederholgenauigkeit von weniger als 0,1 mm ist dies ein Alleinstellungsmerkmal des Systems.
Be- und Entladen der Roboterportalanlage parallel zur Hauptzeit
Zum Beginn des Arbeitsprozesses setzt ein Werker die Rohgehäuse auf die Ladungsträger der Förderstrecke. Von dort greift sie später der Roboter. Zuerst entnimmt er mit seinem Doppelgreifer das zuletzt im BAZ bearbeitete Teil aus der Wechselstation und setzt anschließend dort das Rohteil ab. Währenddessen wird ein Werkstück im BAZ bearbeitet. Weil das Be- und Entladen parallel zur Hauptzeit erfolgt, geht diese Nebenzeit nicht in die Taktzeit ein.
Analog läuft der Bearbeitungsprozess im Rundtaktzentrum, allerdings mit dem Unterschied, dass dort insgesamt vier Stationen angeordnet sind. Während drei Stationen zeitgleich drei verschiedene Gehäuse bearbeiten, dient die vierte Station als Be- oder Entladeplatz. Je nach Kapazitätsbedarf sind die beiden weiteren BAZ in den Arbeitsablauf integriert oder sie übernehmen andere Bearbeitungsaufgaben. So ist eine Auslastung der Fertigungslinie auch bei weniger Rohgehäusen möglich.
Roboter fördert auch Gehäuse in die Waschanlage
Zum Abschluss des Produktionsprozesses an der Bearbeitungslinie fördert der Roboter die Gehäuse in die Waschanlage. Das Handling entspricht dem des Maschinenbeladens. Zuerst entnimmt der Roboter ein gewaschenes Fertigteil, dann dreht er seinen Arm mit dem Greifer und belädt das ungereinigte Teil. Der Waschprozess besteht aus einem pulsartigen Tauchen in 60 °C warmes Wasser und dem zusätzlichen Beaufschlagen mit Ultraschall, um Öl und feine Partikel zu lösen.
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