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Die gereinigten Fertigteile setzt der Roboter wieder auf die Ladungsträger. Das Verkettungssystem, eine umlaufende Rollenbahn mit Werkstückpaletten, transportiert sie zur Ausblasstation. Dort entfernen zwei Gelenkarmroboter IRB 1600 mit ihren Luftdüsen eventuell anhaftende restliche Partikel wie Schneidöl, Wasser und Späne. Außerdem blasen die Luftlanzen etwa 85 Bohrungen sowie 20 Kühlrippen aus und trocknen sie.
Verschiedene Softwaremodule steigern Wirtschaftlichkeit des Roboters
Danach transportieren die Werkzeugträger die Gehäuse zum manuellen Prüfplatz. Ein Werker führt die visuelle Kontrolle aus und setzt die endbearbeiteten Gehäuse auf eine Palette. Das Rollenband befördert die leeren Werkstückträger wieder zur Waschstation an der Linearachse.
Für die Portalanlage wählten die Experten von Indat verschiedene Softwaremodule von ABB. Sie erleichtern und perfektionieren die Arbeit zum Teil schon lange vor dem Start des Arbeitsprozesses. So erhöht Robotstudio die Wirtschaftlichkeit. Denn mit dieser Software kann der Projektierer im Vorfeld die Anlage offline programmieren und wie mit einem echten Roboter den realen Betrieb simulieren.
Weiter kann er mit erheblichen Zeitvorteilen vorhandene Programmmodule übernehmen, Zykluszeiten verkürzen und zum Beispiel eventuelle Kollisionen zwischen dem bewegten Roboter und seiner Umgebung erkennen und vermeiden. Diese Tätigkeiten erfolgen, während die reale Roboteranlage in Betrieb ist, das heißt, ohne die Produktion zu unterbrechen.
Softwarefunktionen sorgen für perfekte Bewegungen
Softwarefunktionen wie True-Move und Quick-Move sorgen beim IRB 6620LX für perfekte Bewegungen bei hohen Beschleunigungen und Geschwindigkeiten. Das Sicherheitskonzept von ABB mit elektronischen Positionsschaltern (EPS) ersetzt die mechanischen Schalter. Beim Einsatz von EPS entfällt die Installation von Positionsschaltern an der Robotermechanik. Die Justage erfolgt softwareseitig und es besteht keinerlei Verschmutzungsgefahr. EPS arbeitet wartungsfrei.
Die sicherheitstechnische Verwaltung der Gesamtanlage mit den acht Zugangstüren oder Ladeluken, drei Robotern sowie vier Bearbeitungszentren übernimmt eine fehlersichere Zentralsteuerung. Wenn der Roboter ein BAZ bedient, sorgt sie neben den EPS zusätzlich dafür, dass dem Bediener der Zugang zur Station versperrt ist oder dass bei entsprechenden Signalen der Roboter ausgeschaltet wird. Beim Öffnen, zum Beispiel der seitlichen Tür der Maschine, ist sichergestellt, dass der Roboter nicht von oben einfahren kann. Über die EPS definierte geschützte Räume kann der Anwender für andere Aktivitäten nutzen.
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