Spannmittel

Rüst- und Nebenzeiten minimieren beim Fertigen von kleinen Serien

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Mehrfachspannsystem reduziert die Anzahl der Werkzeugwechsel

Weitere Vorteile von modularen Mehrfachspannsystemen in der Einzelteil- und Kleinserienfertigung sind die reduzierte Anzahl der Werkzeugwechsel und damit eine höhere Wirtschaftlichkeit sowie ein geringerer Verschleiß der Maschine aufgrund weniger Werkzeugwechsel. Bei der Bearbeitung auf einer Horizontalmaschine wird trotz kleiner Losgrößen oder Einzelfertigung eine hohe Spanndichte möglich und somit eine sehr kurze Span-zu-Span-Zeit realisiert (Bild 3).

Außerdem können bei dieser Fertigungsstrategie externe Rüstzeiten direkt an der Anlage minimiert werden, was zusätzliche Manpower für andere, zeitparallele Tätigkeiten freisetzt. Dies gilt auch für den Einsatz des Systems als Spannlösung für einen automatischen Werkstückwechsel (Bild 4). Auch dort können alle Vorteile der Flexibilität, bedingt durch das Backenprogramm mit Schnellwechsel-Funktion und die Modularität des Power-Clamp-Konzeptes, genutzt werden.

Modulares Spannsystem macht Anwender flexibel

Somit ist sichergestellt, dass es trotz einer Entscheidung für ein Spannsystem zu keiner Einschränkung der individuellen Möglichkeiten wie bei vielen anderen Systemen kommt. Die Feststellung dieser Tatsache ist der Garant dafür, dass der Anwender jederzeit mit Vorhandenem auf neue Spannsituationen reagieren kann.

Die Bestückung der Tischfläche eines Vertikal-Bearbeitungszentrums mit einem modularen Mehrfachspannsystem ermöglicht eine Spanndichte, die ähnlich wie bei Horizontalmaschinen ist. Dadurch reduziert sich die Span-zu-Span-Zeit deutlich. Außerdem werden die gesamten Verfahrwege genutzt, was ebenfalls der Maschine zugute kommt, weil nicht, wie bei einem klassischen Maschinenschraubstock, der sich meistens an derselben Stelle befindet, nur in diesem Bereich verfahren wird.

Spannstellen fixieren unterschiedliche Werkstücke

Mit einer Power-Clamp-Spannbrücke als vierte Achse vertikaler Bearbeitungszentren werden die Vorteile von Flexibilität in Verbindung mit Spanndichte, der damit verbundenen Reduzierung der Werkzeugwechsel und schnellstem Umrüsten mehr als deutlich (Bild 5). Autarke Spannstellen ermöglichen die gleichzeitige Fixierung unterschiedlicher Werkstücke. Die Autarkie der einzelnen Spannstellen lässt auch die Anwendung unterschiedlicher Spanndrücke zu, so dass verformungsempfindliche Teile gleichzeitig mit anderen Werkstücken, die höhere Spannkräfte benötigen, gespannt werden können.

Einen weiteren Maßstab setzt der Triag-Zentrierspanner PCZ, der sowohl auf die Basisschiene als auch direkt auf eine Palette adaptierbar ist (Bild 6). Sein Potenzial zur Rüstzeitenminimierung ist enorm. So besticht er durch die Tatsache, dass es zur Fixierung der Spannbacken keine Befestigungsschrauben von oben mehr gibt.

Tisch-Zentrierspanner ermöglicht absolute Konturfreiheit der Spannbacke

Dadurch kann an jeder beliebigen Position der Backe eine Tasche oder Durchgangsbohrung zur Bearbeitung des Werkstücks eingebracht werden. Durch die somit erzeugbare absolute Konturfreiheit der Spannbacke können komplette zusätzliche Umspannungen des Werkstücks eingespart werden.

Weiter ist es durch den umgedrehten Power-Clamp-Anschluss sehr einfach, verschiedenste Backenrohlinge selbst herzustellen und zu bevorraten. Die Reaktionszeit zur Herstellung benötigter Formbacken bei neuen, komplexen Teilen ist minimal und reduziert die Rüstzeit. Gleichzeitig kann dieser Zentrierspanner als Basis für den rückbaubaren Vorrichtungsbau verwendet werden.

Der Austausch der jeweiligen Spannbacken erfolgt ebenfalls in Sekunden. Für den Zentrierspanner gibt es bereits ein umfangreiches Standard-Backenprogramm, das auch formschlüssiges Spannen ohne Prägen oder das Spannen von runden Teilen ermöglicht.

Thomas Reith ist Leiter der Abteilung Spanntechnik der MAS Vertriebsgesellschaft für Zerspanungstechnik mbH in 71229 Leonberg.

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