Nullpunktspannsystem Rüstaufwand um 95% reduziert

Redakteur: Bernhard Kuttkat

Die Fünfachsbearbeitung stellt auch neue Anforderungen an Spannsysteme. So hat die Modellbau Hochstein GmbH lange Zeit nach einem zuverlässigen Spannsystem gesucht, um eine Fünf-Achs-Fräsmaschine für die Bearbeitung von Messlehren nutzen zu können. Der Durchbruch kam erst mit einem neuen Nullpunkt-Spannsystem – und damit auch eine deutliche Rüstzeiten-Reduzierung.

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Die Modellbau Hochstein GmbH in Olpe im Sauerland hat sich auf den Modell- und Lehrenbau für die Automobilzulieferindustrie spezialisiert. Für die Optimierung der Fertigungsprozesse setzt das Unternehmen auf moderne Technik. Ausschlaggebend für die Suche nach einem zuverlässigen Spannsystem war die Inbetriebnahme einer Fünf-Achs-Fräsmaschine zur Bearbeitung von Messlehren. Anhand dieser Messwerkzeuge können vorgegebene Maße und Formen von Bauteilen auf ihre Maßhaltigkeit überprüft werden.

„Mit einer Fünf-Achs-Fräsmaschine sind wir in der Lage, Bauteile von fünf Seiten in einer Aufspannung zu bearbeiten – vorausgesetzt, uns steht das geeignete Spannmittel zur Verfügung. Bei der Bearbeitung der komplexen Messlehren sind wir jedoch mit den herkömmlichen Spannsystemen an Grenzen gestoßen“, erläutert Firmenchef Joachim Hochstein. Insbesondere schräg verlaufende Bohrungen und das Bearbeiten von Hinterschnitten erforderten ein adäquates Spannmittel, das einen durchgängigen Fertigungsprozess von fünf Seiten ermöglichte.

Herkömmliche Spannmittel stießen an ihre Grenzen

Zur Bewältigung der schwierigen Spannsituation versuchte Hochstein zunächst, das Werkstück mit verschiedenen Schraubstöcken auf der Maschine zu fixieren. Immer waren jedoch zeitaufwendige Umspannungen notwendig, weil aufgrund der störenden Schraubstöcke nicht jede Seite hinreichend bearbeitet werden konnte. Deswegen griff das Unternehmen auf vier einzelne Spanntöpfe zurück und baute daraus eine Eigenkonstruktion.

„Damit schafften wir es vorerst, die Messlehren von allen Seiten in einer Aufspannung zu bearbeiten. Nach kurzer Zeit war mit dieser Spanntechnik allerdings die Genauigkeit der Werkstücke nicht mehr gegeben und wir mussten uns auf die Suche nach einer neuen Lösung machen“, so Hochstein.

Vorteile des Nullpunkt-Spannsystems überzeugten

Auf einer Ausstellung der Hoffmann Group wurde das Unternehmen schließlich auf das Nullpunkt-Spannsystem Garant Zero Clamp aufmerksam. „Uns wurde das Funktionsprinzip des Nullpunkt-Spannsystems vorgeführt und wir waren schnell davon überzeugt, dass wir damit auch komplexe Spannaufgaben bewerkstelligen können.“

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