100 Jahre Hartmetall – und jetzt? Sandvik Coromant erzählt die Hartmetall-Story und mehr

Quelle: Pressemitteilung von Sandvik Coromant 5 min Lesedauer

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In diesem Jahr feiert das damals revolutionäre Hartmetall den 100. Geburtstag. Rickard Sundström, Entwicklungsexperte bei Sandvik Coromant, blick hier zurück – aber auch nach vorn ...

Das für die Metallverarbeitung unerlässliche Hartmetall wird 100 Jahre alt. Sandvik Coromant stellt Zerspanungswerkzeuge daraus seit 1942 her. Doch die härtegebenden Elemente sind begrenzt. Hier ein Rückblick auf den Erfolgsschlager und wie es damit weiter gehen könnte.(Bild:  Sandvik Coromant)
Das für die Metallverarbeitung unerlässliche Hartmetall wird 100 Jahre alt. Sandvik Coromant stellt Zerspanungswerkzeuge daraus seit 1942 her. Doch die härtegebenden Elemente sind begrenzt. Hier ein Rückblick auf den Erfolgsschlager und wie es damit weiter gehen könnte.
(Bild: Sandvik Coromant)

Im Jahr 2023 jährt sich zum 100. Mal die Erfindung des Hartmetalls. Es handelt sich dabei um metallene Werkstoffgruppe, die für ihre Widerstandsfähigkeit unter hohen Temperaturen und bei schnellen Zerspanungsprozessen bekannt ist. Sie bildet außerdem die Grundlage vieler moderner Werkzeuge für die Metallbearbeitung. Für Sandvik Coromant war dieser Schritt bedeutend. Schauen wir, wie damit alles begann, wie es sich entwickelte und wie es vielleicht mit dem Hartmetall einmal aussieht.

Wolfram! So mauserte sich der Stahl zur Stahllegierung

Viele wichtige Epochen der Geschichte werden durch das Material ihrer Werkzeuge charakterisiert. Man nehme nur die Steinzeit oder die Eisenzeit. Die Benennung dieser Epochen nach dem Material der Werkzeuge zeigt die Bedeutung dieser Werkzeugmaterialien für die Gesellschaft. Sie offenbaren aber auch das Bestreben des Menschen, sich ständig zu verbessern und neue Techniken zu entwickeln, um Ideen aus dem Gehirn in die Wirklichkeit zu übertragen, die unser Leben verbessern. Die Anwendungen und die Komplexität der Werkzeuge haben sich im Laufe der Jahrhunderte zwar stark verändert, arbeiten heute CNC-Maschinen oder am Roboterarm, doch ohne sie sähe die Zukunft trübe aus.

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Die Entwicklung der ersten kommerziellen Stahllegierung wird häufig dem britischen Metallurgen Robert Forester Mushet zugeschrieben, der 1868 entdeckte, dass die Zugabe von Wolfram zu Stahl dessen Härte auch nach dem Abkühlen erhöht. Diese Entdeckung bildete die Grundlage für die Entwicklung von Metalllegierungen und führte zur Verwendung von Werkzeugstählen. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts war es sogar eine Kunst, Metalle zu formen und zu bearbeiten. Nur hochqualifizierte Handwerker nutzten damals den sogenannten Werkzeugstahl als Schneidstoff.

Mit dem Bevölkerungswachstum und der steigenden Nachfrage nach diversen Produkten, wurde auch der Schrei nach Massenfertigung laut, insbesondere in Branchen wie der Automobilindustrie. Doch es wurde auch deutlich, dass der Werkzeugstahl nicht Schritt halten konnte. Seine begrenzte Hitzebeständigkeit machten ihn bei hohen Temperaturen relativ weich – insbesondere natürlich an der Schnittstelle zwischen Werkzeug und Werkstück – was die Hochgeschwindigkeitsbearbeitung erschwert.

Um das Problem zu beseitigen, wurden HSS-Stähle (Schnellarbeitsstähle) entwickelt, die mehr Kobalt enthielten als Werkzeugstähle. Das zusätzliche Kobalt machte den Schnellarbeitsstahl also warmfester und ermöglichte so wesentlich höhere Schnittgeschwindigkeiten. Die schnellere Zerspanung erhöhte schließlich die Produktivität, senkte dadurch die Gesamtproduktkosten und war letztlich einer der Faktoren, die dazu beitrugen, dass Fahrzeuge für die Allgemeinheit bezahlbarer wurden.

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