Zerspanungswerkzeuge Sandvik Coromant hat die ganze Wertschöpfungskette beim Kunden im Auge

Redakteur: Rüdiger Kroh

Eine neue Organisation in die drei Regionen Amerika, Asien-Pazifik und EMEA hat der Werkzeughersteller Sandvik Coromant seit Jahresbeginn. Seither bekleiden auch Bruno Munier und Damian Göppert neue Positionen. Ihren Fokus wollen sie verstärkt auf die Automobilindustrie und die komplette Wertschöpfungskette beim Kunden richten.

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Bruno Munier (rechts), EMEA-Präsident bei Sandvik Coromant und damit verantwortlich für Europe, Middle East und Africa, und Damian Göppert, Geschäftsführer der Sandvik Tooling Deutschland GmbH, wollen den Kunden einen Mehrwert über das Werkzeug hinaus bieten.
Bruno Munier (rechts), EMEA-Präsident bei Sandvik Coromant und damit verantwortlich für Europe, Middle East und Africa, und Damian Göppert, Geschäftsführer der Sandvik Tooling Deutschland GmbH, wollen den Kunden einen Mehrwert über das Werkzeug hinaus bieten.
(Bild: Kroh)

Die ersten 100 Tage haben Sie beide in Ihren neuen Positionen hinter sich. Herr Munier, Herr Göppert, mit welchen Zielen sind Sie angetreten und was haben Sie als erstes umgesetzt?

Munier: Sandvik Coromant war bislang nach einzelnen Ländern organisiert. Seit Jahresbeginn sind es nun die drei Regionen Amerika, Asien-Pazifik und EMEA, was für Europe, Middle East und Africa steht. Der Grund dafür ist, dass wir die Kundenanforderungen direkt und schneller zu unserer Zentrale nach Schweden bringen wollen. Seit dem 1. Januar bin ich für EMEA zuständig und habe angefangen, diese Region in sechs Marketclustern zu organisieren. Einer ist zum Beispiel Deutschland und die Schweiz mit Damian Göppert als verantwortlichem Manager.

Göppert: Ich habe zum 1. März die Nachfolge von Robert Hartinger als Geschäftsführer in Deutschland angetreten und habe innerhalb der EMEA-Struktur auch die Veranwortung für den Markt Schweiz. Die damit verbundene Zielsetzung im Cluster und auch darüber liegend in EMEA ist es, die Synergiepotenziale zu analysieren und natürlich zu nutzen. Wir wollen mit den Ressourcen, die wir beispielsweise im Marketing, im Produktmanagement oder im Bereich Schulungen haben ein deutlich erweitertes Portfolio an Prozessen und Know-how allen zugänglich machen und voneinander profitieren.

Was ist die größte Herausforderung, die noch auf Sie wartet?

Munier: Wir müssen so nahe wie möglich beim Kunden sein. Und das ist nicht einfach für Sandvik Coromant, einer Organisation mit über 8000 Mitarbeitern weltweit. Die Herausforderung ist es, unsere Kunden richtig zu verstehen und zu unterstützen. Trotz unserer Größe müssen wir uns spezialisieren auf verschiedene Branchen oder Nischensegmente wie Aerospace oder Composite-Anwendungen – das gilt global und lokal.

Göppert: Die größte Herausforderung, die ich in meinem direkten Verantwortungsbereich sehe, ist, ein Setup zu entwickeln für einen Markt, der aufgrund der technischen Vergleichbarkeit der vielen Wettbewerber sehr preissensitiv ist. Um dem zu begegnen, müssen wir die Prozesse, die wir beim Kunden vorfinden, ganzheitlich betrachten: nicht nur die Zerspanung, sondern die ganze Wertschöpfungskette. Wir denken, dass unsere Ausrichtung an dieser Stelle deutlich mehrwertorientiert für den Kunden ist.

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