Trumpf

Saubere Schweißkanten als Basis für sichere Verbindungen

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Als Alternative dazu kamen früher gelegentlich Winkelschleifer und Schneidbrenner zum Einsatz. Heute nicht mehr, denn mit einem Winkelschleifer lässt sich eine saubere Schweißkante nicht wirtschaftlich herstellen. Zudem müsste wegen des Funkenflugs mit Schutzausrüstung gearbeitet werden. Außerdem verursachen die geringe Standzeit der Schleifscheiben und der relativ langsame Vorschub hohe Betriebskosten. Auch den Schneidbrenner nutzt bei BMF niemand mehr, denn die erzeugten Schnittkanten sind oft nicht ganz parallel und der hohe Wärmeeintrag beeinflusst das Materialgefüge negativ. Daher wäre stets eine Nachbearbeitung der Fase notwendig.

Keine Gefügeänderungen im Metall dank geringer Wärmeentwicklung

Mit dem Schweißkantenformer entsteht nur eine sehr geringe Wärmeentwicklung, sodass Gefügeänderungen im Metall vermieden werden und chemische Prozesse ausgeschlossen sind. Außerdem entstehen während des Bearbeitungsprozesses weder Staub noch Dämpfe oder Gase.

Das vor zwei Jahren gekaufte Trutool TKF 1100 ist besonders für seine flexiblen Einsatzmöglichkeiten geschätzt. Ob gerade Blechkanten, Radien ab 40 mm oder Innenkonturen ab 80 mm Innendurchmesser zu bearbeiten sind: es genügt ein Arbeitsgang. Die bis zu 9 mm lange Fase ist an 3 bis 25 mm dicken Stahlblechen schnell erstellt. Auch Rohre und kleine Werkstücke stellen kein Problem dar. Die erzielten geringen Rautiefen und blanken Oberflächen garantieren optimale Schweißbedingungen und sind die Grundlage für hochbeanspruchbare Verbindungen (Bild 7).

Mit dem Schrägungswinkel 45° werden die meisten Fälle abgedeckt

Das neue Trumpf-Spitzenmodell Trutool TKF 2000 wird bei Bartholet sowohl mobil als auch stationär eingesetzt – abhängig davon, wie groß und schwer die zu bearbeitenden Bleche sind. Wie Ueli Zeller, Leiter der Schlosserei von BMF, erzählt, werden häufig Schweißkantenschrägen von 15 bis 20 mm in Blechen mit bis zu 50 mm Materialstärke benötigt. Dafür ist der TKF 2000 das richtige Werkzeug. Dass sich der Schrägungswinkel stufenlos zwischen 20 und 55° einstellen lässt, ist für BMF eher von geringer Bedeutung. Mit den klassischen 45° deckt das Unternehmen die meisten Einsatzfälle ab.

Bei den Schweißkanten beginnt die Qualität der Schweißnaht. Deshalb wollen die Schweißer nicht mehr auf die neuen TKF Trutool verzichten. Darüber hinaus amortisiert sich die Investition in weniger als einem Jahr. Auch die laufenden Kosten sind sehr gering. Die sogenannten Stoßstähle sind die einzigen klassischen Verschleißteile. Diese können die Mitarbeiter aber mehrmals und ganz einfach nachschleifen. Auch der Aus- und Einbau geht schnell. Dementsprechend sind die Verschleißkosten zu vernachlässigen.

* Johannes Wetzel ist Vertriebsleiter bei der Trumpf Grüsch AG in 7214 Grüsch (Schweiz); Peter Klingauf ist freier Journalist

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