Entstaubungstechnik

Schlanke Filter auf engstem Raum reduzieren Wartungskosten

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Ein aktuelles Beispiel aus der Dämmstoffherstellung im holländischen Isover-Werk in Etten-Leur zeigt die Leistungsfähigkeit von Power Core bei faserhaltigen und sehr feinen Stäuben. Während des Produktionsprozesses werden die Glasfasern durch Additivierung und Hitzeeinwirkung verbunden, sodass Fasermatten entstehen, die anschließend auf die gewünschten Maße geschnitten werden. Beim Schneiden dieser Matten entsteht Schneidstaub, der abgesaugt werden muss.

Neuer Filter zeigt in 12 Monaten keine Brückenbildung

In den Baghouse-Filteranlagen, die der Anwender bisher einsetzte, kam es häufig zu Verklebungen und Brückenbildungen, weil die Fasern zum Verklumpen neigen. Im Ergebnis mussten die Filter häufig geöffnet und der interne Materialstau beseitigt werden.

Durch den Austausch der alten Anlage gegen eine Power-Core-CPC-Anlage für einen Volumenstrom von 20.000 m3/h ist dieses Problem beseitigt: Es ist seit gut einem Jahr zu keiner Brückenbildung mehr gekommen. Und auch in einem weiteren Punkt werden die Anforderungen erfüllt: In den 12 Monaten Laufzeit hat es nur eine minimale Erhöhung des Differenzdrucks gegeben, sodass eine lange Standzeit der Filter zu erwarten ist.

In der Filterproduktion braucht man eine besonders leistungsfähige Entstaubungstechnik, wie das Beispiel der europäischen Fertigungsstätte von AFSI in Havran (Tschechien) zeigt. AFSI (Advanced Filtration Systems Incorporated) mit Hauptsitz in Champaign, (Illinois/USA) stellt Ölfilter für Verbrennungsmotoren sowie Hydraulikfilter für Baumaschinen her.

Der Filterproduktionsprozess in Havran startet mit dem maschinellen Zuschnitt und der Plissierung des speziellen Filterpapiers. Dann werden die vorgefertigten Filtereinsätze in Patronenform gebracht und mit dem Metallfiltergehäuse verbunden. Vor allem beim Schneiden des Papiers entstehen große Mengen von Papierstaub, die aus mehreren Gründen zuverlässig abgesaugt werden müssen. Erstens: Das Personal darf nicht durch Stäube belastet werden. Zweitens: Die Filter selbst müssen partikelfrei sein, da Fremdstoffe später in den Ölkreislauf eindringen. Drittens: Papierstaub ist – wie jeder organische Staub – entzündlich, wenn er in einem bestimmten Mischungsverhältnis mit Luft vorliegt. Bei der Auswahl der Entstaubungstechnik darf man eine hohe Expertise voraussetzen – AFSI ist schließlich vom Fach.

Filter überzeugen durch kompakte Bauweise und eine lange Standzeit

Zu den Anforderungen, die das verantwortliche Team von AFSI festlegte, gehörten eine möglichst kompakte Bauweise, eine lange Standzeit der Filter, ein hohes Maß an Energieeffizienz, ein einfacher Service und die Eignung für den Einsatz in staubexplosionsgefährdeten Bereichen. Gemeinsam mit den Donaldson-Ingenieuren projektierte man für jede der beiden Produktionslinien jeweils eine Power-Core-Anlage für einen Durchsatz von 4500 und 7000 m³/h. Beide Anlagen sind mit IPC-(ΔP-)Controller in Staub-Ex-Ausführung, einer zusätzlichen Füllstandskontrolle im Trichter und einem zusätzlichen Lüfter an der Oberseite des Gehäuses ausgestattet. Dazu kommt die ATEX-gerechte Ausführung zum Einsatz, die gemäß EG-Richtlinie 94/9/EG für die Staub-Ex-Zone 21 zugelassen ist.

Inzwischen wird die Power-Core-Entstaubungstechnik in zahlreichen Unternehmen aus ganz unterschiedlichen Branchen erfolgreich eingesetzt – beispielsweise in der Zement-, Schüttgut-, Metall-, Kunststoff- und Holzindustrie. Nicht nur durch den geringen Raumbedarf und die langen Filterstandzeiten, sondern besonders durch den einfachen Filteraustausch ist der entscheidende Schritt zu einer neuen Entstaubungstechnologie gelungen. Das Vertriebs- und Engineering-Team von Donaldson unterstützt die Kunden weltweit bei der Auswahl der geeigneten Power-Core-Anlage für die spezifischen Anwendungen.

* Andreas Kiy ist Director IAF Central Europe bei Donaldson Filtration Deutschland GmbH in 48249 Dülmen

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