Lubricant Consult Schmierstoff erreicht biologische Abbaubarkeit von mindestens 70 %

Autor / Redakteur: Martin Wünsch / Stefanie Michel

Für Offshore-Kraftwerke werden einerseits Hochleistungsschmierstoffe benötigt. Andererseits dürfen nur Stoffe eingesetzt werden, die den Vorschriften entsprechen, um die Meeresumwelt nicht zu schädigen. Durch neue Basisöle ist nun ein Schmierstoff verfügbar, dessen toxikologische Unbedenklichkeit gewährleistet ist.

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Schmierstoffe für den Offshore-Einsatz wie Grizzlygrease Bio 1-1000 müssen toxikologisch unbedenklich sein und dennoch den extremen Anforderungen standhalten.
Schmierstoffe für den Offshore-Einsatz wie Grizzlygrease Bio 1-1000 müssen toxikologisch unbedenklich sein und dennoch den extremen Anforderungen standhalten.
(Bild: Lubricant Consult)

Durch den Ausbau der erneuerbaren Energien, ganz besonders der Offshore-Windparks und der Wasserkraftwerke, sind Hochleistungsschmierstoffe gefragt. Doch in diesen Bereichen gelten strenge Vorschriften und Richtlinien, die beispielsweise in der Ospar-Konvention (nach den Vorläufern Oslo- und Paris-Konvention benannt) zum Schutz der Nordsee und des Nordostatlantiks festgelegt wurden. Diese Richtlinien wurden in einer Ministerkonferenz der Oslo- und Paris-Kommissionen 1992 verabschiedet und am 25. März 1998 in Kraft gesetzt. Für alle Offshore-Chemikalien, die in die Meeresumwelt gelangen können, muss ein „Harmonised Offshore Chemical Notification Format“ (HOCNF) erstellt werden.

Potenzielles Umweltrisiko entscheidet über Offshore-Einsatz der Fette

Nach dieser Datenlage zum potenziellen Umweltrisiko wird dann darüber entschieden, ob ein Stoff uneingeschränkt oder mit Einschränkungen eingesetzt werden darf oder ob er durch weniger gefährliche Stoffe ersetzt werden muss. Dies betrifft auch Prozesschemikalien, die beispielsweise in Windenergieanlagen und auf Bohrinseln verwendet werden. Dazu zählen unter anderem Fette, die auf Hubinseln, sogenannten Jack-Ups, zum Einsatz kommen.

Durch neue, hochviskose Basisöle und spezielle Verfahren, welche eine hohe biologische Abbaubarkeit ermöglichen, ist es den Entwicklern von Lubcon gelungen, mit Grizzlygrease Bio 1-1000 ein Produkt zu entwickeln, das nicht nur die extremen Anforderungen für diese Anwendungen vollständig erfüllt, sondern auch eine biologische Abbaubarkeit von mindestens 70 % erreicht und somit die toxikologische Unbedenklichkeit gewährleistet ist. Dies wurde von unabhängigen Laboren bestätigt.

Grizzlygrease Bio 1-1000 ist offiziell in die Kategorie „Yellow“ nach dem Farbcode für Offshore-Chemikalien aus den norwegischen Regelwerken für Chemikalien in der Petroleumindustrie eingestuft worden und darf deshalb ohne Einschränkungen im Bereich der Küste eingesetzt werden.

Anwender profitieren von hoher Seewasserbeständigkeit

Anwender können bei Grizzlygrease Bio 1-1000 für den Offshore-Einsatz von der guten Seewasserbeständigkeit, einem weiten Temperatureinsatzbereich von -40 bis +100 °C und einer hohen Alterungsbeständigkeit profitieren. Die hohe Haftung und das sehr hohe Druckaufnahmevermögen (laut VKA Gutlast nach DIN 51350: 6500 N) sind darüber hinaus Eigenschaften, die dieses Produkt auch für weitere Anwendungen auszeichnen. Zu diesen zählen unter anderem auch Anwendungsgebiete wie beispielsweise Schiffsaufbauten, (Verlade-)Kräne, Gleitflächen, Zahnflanken oder langsam laufende Wälz- und Gleitlager. Darüber hinaus kann dieses vielseitige Produkt auch im Bahnbereich angewendet werden. MM

* Dr. Martin Wünsch ist Head of Research & Development bei der Lubricant Consult GmbH in 63477 Maintal

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